BMW M57 im LT? ein gelungener Umbau!

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BMW M57 im LT? ein gelungener Umbau!

Beitragvon Hannes aus dem Westerwald » Montag 25. Januar 2021, 17:53

Hallo LT Schrauber, schaut euch das mal an:
https://www.youtube.com/watch?v=8WhbkhYDBtQ
Mein Traum, davon habe ich schon seit 5 Jahren geträumt und verfolge die Sache ernsthaft!
Besser als jede Hubraumvergrößerung des LT und besser als jedes LT Tuning.

Aber es bleiben aber viele Fragen:

-Wäre so etwas in Deutschland beim TÜV abnahmefähig?
-Hält der VW LT Antriebssdtrang 500-bis 560N/m aus? Nach Kommentaren bei youtube sollen VW Lt 4x4 bis 350 PS verkraften, glaube ich nicht
-Der BMW Motor passt erstaunlich gut in den Motorraum des LT, ja der BMW Motor ist im LT besser zu warten als in meinem 330d, wo ein Großteil des Motors unter dem Wasserkasten liegt.
-es scheinen auch Ölfilter und Ölmeßstab umgebaut worden zu sein, bei mir sieht es anders aus.
Das größte Problem wird jedoch die Anpassung der Steuergeräte sein, da der LT weder Canbus, noch ABS, ESP, Wegfahrsperre hat.
Machbar sollte so etwas schon sein, wenn man sich die zahlreichen auf BMW umgebauten alten Nissan Patrol bei Youtube ansieht

Gruß Hannes
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Re: BMW M57 im LT? ein gelungener Umbau!

Beitragvon Martin aus Pirna » Dienstag 26. Januar 2021, 14:05

Bei 01:44 habe ich große Bedenken, dass das lange hält. Sieht aus wie eine Schnellstopvorrichtung für die Kurbelwelle. Höher gelegt wäre das sicherer.

Gruß aus dem Tal
Martin
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Re: BMW M57 im LT? ein gelungener Umbau!

Beitragvon Hannes aus dem Westerwald » Mittwoch 27. Januar 2021, 22:09

Hallo Martin,
das ist ja ein 4x4 mit vorderer Starrachse. Ich habe einen LT31 mit vorderer Einzelradaufhängung. Ob der Motor bei meinem LT 31 auch reinpasst muss ich prüfen. Da wird einiges anzupassen sein, Getriebeflansch was ich noch als einfach ansehe. Mehr Gedanken mache ich mir über Steuergeräte und Software.
Aber Russen und Polen bauen den m57 in Nissan und Landrover ein und wie man sieht, passt er grundsätzlich auch in den LT.
Vorteile wären:
-extrem starker Motor mit bis zu 287PS und 560 N/m ohne Tuning ( Mir würden 235PS und 500 N/m genügen, so einen Motor habe ich liegen)!
- ich schätze mal um 40% sparsamer als der LT motor, wenn man ihn im richtigen Drehzahlbereich fährt. (für die Leistung eines Lt braucht der keine 2000 1/min)
- keine Überanstrengung bei Alpenpässen, da geht eher die Kupplung kaputt.
-Ersatzteile wie Kühlwasserschläuche alles noch verfügbar, beim LT wird es langsam dünn!
- Diagnose per OBD mit Tablet oder Smartphone was heute State of the Art ist.
- und das Beste an der Sache? Steuerkette und nie teuren und umständlichen Zahnriemenwechsel

Ich werde mal versuchen, Kontakt mit dem Ersteller des Youtube Videos aufzunehmen. Nach der Aussprache scheint es ein US-Amerikaner zu sein, das Kennzeichen zeigt aber eine estländische Kennung, etwas komisch!

Gruß Hannes
Hannes aus dem Westerwald
 
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Re: BMW M57 im LT? ein gelungener Umbau!

Beitragvon MIKE-HH » Mittwoch 27. Januar 2021, 22:48

Mir fliegen fast die Löcher aus der Hose.


Ich finde es sehr Interessant. Nur glaube ich das man mit dem Motor nahezu alle Teile am Antriebsstrang innerhalb kürzester Zeit zu Labskaus verarbeitet.
Allein die Bremse des LT's ob Groß oder noch Größer würde schlapp machen. Das Getriebe, Kardanwelle und Diff würden keine 100km überleben.

Im Grunde müsste das gesamte Fahrzeug selbst der 4X4 komplett umgebaut werden. Das kommt hier in dem Video natürlich nicht zum tragen. Eventuell könnte ein Antriebsstrang aus dem MAN 8.150 FAE modifiziert halten. Aber auch nur Spekulation.

Von einer Eintragung ganz zu schweigen.


Trotzdem mega interessant.

Grüße Mike
Allzeit breit...
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Re: BMW M57 im LT? ein gelungener Umbau!

Beitragvon MaBu-Liner » Donnerstag 28. Januar 2021, 00:48

Moin,

- Der Umbau hat 11.900 US Dollar gekostet. Ohne den Motor und so...
Das ist der Bi-Turbo mit 272 PS.

Im 4x4 raucht zuerst die Kupplung, dann das VTG und die Achsen überleben die 500+ Nm ebenfalls nur relativ kurz. Ich mache mir schon bei 340Nm Sorge, das mein VTG demnächst in Stücken unterm Auto veteilt wird.

Zum TüV in Deutschland mit so nem Ding ... Muss man wohl nichts zu sagen, da kannst DU froh sein wenn die dich nicht verhaften... Das geht los beim Abgasgutachten, weiter bei Festigkeitsgutachten der Motorhalter uswusw. Sowas geht nur im Ausland. Servo muss am Motor adaptiert werden, ich gaube die 272 PS Dinger hatten schon elektrohydraulische Pumpen... Das ist der nächste Punkt auf der TüV Liste, wird schwierig. Dann kommt die Bremse. Soviel ich weiss ist in dem LT ein komplett anderes Getriebe verbaut. Damit könnte die Kiste recht zügig werden. Umbau auf Scheibe hinten? Schwierig... Größere Scheiben und Sättel vorne? Schwierig, weil das wieder größere Räder benötigt... elektronisches Gaspedal... Partikelfilter, den kann man ausbauen und ausprogrammieren, aber das ändert die Druckverhältnisse am Lader, die "alten" 272 Registeraufgeladenen Turbos sind da nicht so der Freund von. Mit Seriensoftware nicht realisierbar, das muss alles komplett umprogrammiert und umgeschrieben werden.

In Amiland ne schöne spielerei.in Germany höchstens was für die Sandgrube, bis die 500Nm zugreifen und den Antrieb in Stücke reissen. Beim Automatik greift eine Drehmomentsperre in der Software. Als Schalter hat der BMW die option nicht...
Es soll wohl ein Kit kommen von denen, damit man den Motor dann "selbst" einbauen kann... Man darf gespannt sein ob man sowas mal live sieht. Mein "Achsenfreund" aus dem hohen Norden wird wohl noch mehr arbeit bekommen, wenn der Umbau öfter gemacht wird...
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Re: BMW M57 im LT? ein gelungener Umbau!

Beitragvon Martin aus Pirna » Donnerstag 28. Januar 2021, 08:28

Ich meinte eigentlich einzig und allein die paar Zentimeter zwischen der Ölwanne und dem vorderen Differential. Das erscheint mir schon seeeehr wenig! Einmal hart durchfedern und der Motor steht sofort. Das meinte ich mit "Schnellstopeinrichtung". Im "normalen LT" ohne Allradachse passt die Maschine jedenfalls so gar nicht erst rein.
Ich hatte den zweiten LT 4x4, die erst blaue, dann sandfarbene DoKa, durch einfügen einer zusätzlichen Lage in die Blattfedern (die damit aber fast gar nicht mehr federten...) höher gelegt, aber auch so war genug Platz zwischen Ölwanne und Diff. Nicht umsonst hat der LT den originalen Motor leicht schräg drin. Das BMW- Kraftwerk hingegen steht senkrecht und mit der Kurbelwelle genau über dem Diff. Eine richtige Bodenwelle und es kracht. Allrad- LTs haben deswegen zusätzlich zum geneigten Motor eine andere Ölwanne mit einer großen Ausbuchtung über der Achse.
Dass der gesamte Antriebsstrang von so einem Monster zu einem Korkenzieher gedröselt wird, denke ich nicht. Aber ohne Fachwissen diese Komponenten durchzurechnen oder zu sagen "najaaa....ich denke, das VTG und die Wellen könnten noch mehr ab, ist ja wie im Cherokee und HMMV".., ist eh alles nur Vermutung. Aber der Motor allein machts jedenfalls nicht.

Eine Story, die nun schon viele Jahre her ist, die mich aber damals wahnsinnig begeistert hat:
Wir waren 'zig mal in Albanien im Dreck spielen mit verschiedensten 4x4, u.a. auch mit dem LT. Unweit von Saranda standen wir an der Kakoma- Bucht (die damals noch frei zugänglich war...). Unweit von uns ein Österreicher mit einem LT 28 (der "normale LT") und einer großen Kabine ähnlich Karmann drauf. Der hatte einen BMW- 6-Zylinder TD in den LT implantiert, der auch passte. Ich erinnere mich nicht genau, wie viel PS der hatte. 160...? Ich weiß es nicht sicher. Auf alle Fälle genug, denn als er am nächsten Morgen von dort wegfuhr, schaltete er auf der steilen Dreckpiste noch hoch, wo wir mit ACL und DV in den ersten Gang runterschalten mussten, weil es so irre steil war!
Daraus hätte man etwas machen können- auch wenn es selbst damals schon schwer gewesen wäre. Denn heute würde einem das keiner mehr eintragen. Dann lieber den 5-Zylinder AHY oder AXG aus dem T4 überarbeiten.

Gruß aus dem Tal
Martin

Hier noch mal der um eine Federlage erhöhte LT.

Bild
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Re: BMW M57 im LT? ein gelungener Umbau!

Beitragvon LTUser » Donnerstag 28. Januar 2021, 12:41

Grüss Euch
....verfolge grad das Thema. Ja, es gab da einen LT mit TD aus einem BMW. Ich habe einen Radsatz , Kabelbaum und Steckerschuhe von einem LT-WoMo gekauft. Der ist aber unmittelbar vorher zum Schrottplatz gegangen .....
Als er mir von der Motorisierung erzählte....hörte ich damals nur ungläubig hin, jetzt da das Thema vakant diskutiert wird....kann ich es bestätigen.
Im übrigen hat er von der Motorisierung geschwärmt, ob es "legalisiert" war ....dass kann ich nicht bestätigen, da war der LT schon am Schrott.....

Fazit: Der Umbau ist scheinbar möglich.......
Ciao
LTUser Chris

PS: mir dünkt das er ein Automatikgetriebe verbaut hatte.......
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Re: BMW M57 im LT? ein gelungener Umbau!

Beitragvon Hannes aus dem Westerwald » Donnerstag 28. Januar 2021, 17:05

MaBu-Liner hat geschrieben:Moin,

- Der Umbau hat 11.900 US Dollar gekostet. Ohne den Motor und so...
Das ist der Bi-Turbo mit 272 PS.

Hallo MaBU Liner, hast du da nähere Infos zu dem Umbau, wenn ja, laß es mich wissen!

Im 4x4 raucht zuerst die Kupplung, dann das VTG und die Achsen überleben die 500+ Nm ebenfalls nur relativ kurz. Ich mache mir schon bei 340Nm Sorge, das mein VTG demnächst in Stücken unterm Auto veteilt wird.

Zum TüV in Deutschland mit so nem Ding ... Muss man wohl nichts zu sagen, da kannst DU froh sein wenn die dich nicht verhaften... Das geht los beim Abgasgutachten, weiter bei Festigkeitsgutachten der Motorhalter uswusw. Sowas geht nur im Ausland. Servo muss am Motor adaptiert werden, ich gaube die 272 PS Dinger hatten schon elektrohydraulische Pumpen... Das ist der nächste Punkt auf der TüV Liste, wird schwierig. Dann kommt die Bremse. Soviel ich weiss ist in dem LT ein komplett anderes Getriebe verbaut. Damit könnte die Kiste recht zügig werden. Umbau auf Scheibe hinten? Schwierig... Größere Scheiben und Sättel vorne? Schwierig, weil das wieder größere Räder benötigt... elektronisches Gaspedal... Partikelfilter, den kann man ausbauen und ausprogrammieren, aber das ändert die Druckverhältnisse am Lader, die "alten" 272 Registeraufgeladenen Turbos sind da nicht so der Freund von. Mit Seriensoftware nicht realisierbar, das muss alles komplett umprogrammiert und umgeschrieben werden.

Der LT ist, wenn ich das richtig sehe ind Estland (EU) angemeldet und nicht in USA. Abgas Gutachten? Wie machst du das denn bei den von dir getunten Motoren? Selbst ohne DPF, den man aber wenn genug Platz ist, mit einbauen könnte, dürfte der BMW um einiges sauberer als der Original sein. Eine grüne Plakette würde ich nicht anstreben, obwohl der Motor Euro 4 hergibt

In Amiland ne schöne spielerei.in Germany höchstens was für die Sandgrube, bis die 500Nm zugreifen und den Antrieb in Stücke reissen. Beim Automatik greift eine Drehmomentsperre in der Software. Als Schalter hat der BMW die option nicht...
Es soll wohl ein Kit kommen von denen, damit man den Motor dann "selbst" einbauen kann... Man darf gespannt sein ob man sowas mal live sieht. Mein "Achsenfreund" aus dem hohen Norden wird wohl noch mehr arbeit bekommen, wenn der Umbau öfter gemacht wird...


Da gebe ich dir Recht, das der Antrieb das nicht aushält, aber den Biturbo will ich gar nicht, habe den normalen mit 235PS liegen und es gibt noch eine zahme, aber sehr haltbare Version M57D30TÜ2 UL (untere Leistungstufe) mit 197PS und nur 400 N/m, dafür die 400 N/m schon ab 1.300 1/min. Da kommt man der Sache schon näher


Gruß Hannes
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Re: BMW M57 im LT? ein gelungener Umbau!

Beitragvon Hannes aus dem Westerwald » Donnerstag 28. Januar 2021, 17:21

@ Martin aus Pirna
Also wegen der Bauhöhe des BMW Motors, der steht nicht senkrecht! ist genau wie der LT Motor schräg eingebaut, hat BMW schon immer so gemacht um eine flache Motorhaube zu erreichen.

Es gab wohl vorher schon Umbauten auf BMW, die erstaunlich gut passten und in diesem Fall: https://www.youtube.com/watch?v=4u8-kvw9rtI
sogar fast den Original VW Sound haben. Das ist aber der alte BMW Wirbelkammer Diesel, der gegenüber VW wenig Vorteile hat, wenn schon, dann möchte ich schon den modernen Direkteinspritzer mit Commonrail.

Dann wäre noch die Frage zur Übersetzung: Bleibt die original, wird der LT mit M57 kaum schneller werden, nur viel kräftiger, da das Drehzahlniveau des M57 in etwa gleich mit dem LT Motor ist. Befürchtungen, die Bremsanlage wegen einer höheren Höchstgeschwindigkeit aufzurüsten sehe ich in dem Fall nicht.
Die Originalübersetzung des LT hätte aber den Nachteil, dass ein Teil des Verbrauchsvorteils des BMW verschenkt wird, da der aufgrund seiner Kraft keine 4.0001/min braucht um 110 km/h zu erreichen

Gruß Hannes
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Re: BMW M57 im LT? ein gelungener Umbau!

Beitragvon Martin aus Pirna » Donnerstag 28. Januar 2021, 19:05

@Hannes

Der Motor im Video steht meiner Meinung nach. Der scheint nicht geneigt eingebaut zu sein. In den Einstellungen im Video ist das nicht ganz sicher zu deuten. Auf alle Fälle ist der Abstand, ich schätze 8-10 cm, zwischen Wanne und Diff zu klein.

Gruß aus dem Tal
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(der LTs seit Jahren nur noch im Kopf und auf der Bühne, aber nicht mehr unterm Hintern hat :grin: )
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Re: BMW M57 im LT? ein gelungener Umbau!

Beitragvon Solpat » Donnerstag 28. Januar 2021, 19:20

... ich lese mit Hochspannung diesen Artikel. Und na klar ist das eine geradezu :doppel_top: fantastische :doppel_top: Motoralternative. Moment, da war wieder dieses Wort: Fantasie

@MaBu-Liner,
also wenn das jetzt keine Fantasie ist, weiß ich auch nicht mehr weiter. Wo bleibt Deine :negativ: Kritik?

12.900 US$ für den Umbausatz
3.000 EUR für einen M57 (schnell mal in der Bucht nachgeschaut)
500,- EUR für ein passendes BMW Schaltgetriebe
plus VTG-Umbau auf permanent
plus ggf. Bremsenumbau
plus, plus, plus

Macht alleine schon weit über 15.000 EUR ohne Eintragung :TÜV (TÜV Einzel-Gutachten).

Aber vielleicht ärgert Dich auch nur, dass es neben dem Wilfried Tuning auch noch andere Möglichkeiten zur Leistungssteigerung gibt.

MfG

Oliver
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Re: BMW M57 im LT? ein gelungener Umbau!

Beitragvon Hannes aus dem Westerwald » Donnerstag 28. Januar 2021, 19:43

Solpat hat geschrieben:... ich lese mit Hochspannung diesen Artikel. Und na klar ist das eine geradezu :doppel_top: fantastische :doppel_top: Motoralternative. Moment, da war wieder dieses Wort: Fantasie

@MaBu-Liner,
also wenn das jetzt keine Fantasie ist, weiß ich auch nicht mehr weiter. Wo bleibt Deine :negativ: Kritik?

12.900 US$ für den Umbausatz
Wo kommt dieser Preis her? Belege vorhanden? Adresse vorhanden? Ich würde den Umbau als Maschinenbaumeister und Werkzeugmacher so wieso in Eigenregie machen ohne Umbausatz

3.000 EUR für einen M57 (schnell mal in der Bucht nachgeschaut)

Preis stimmt!

500,- EUR für ein passendes BMW Schaltgetriebe

BMW Schaltgetriebe muß nicht sein, ich würde beim VW Getriebe bleiben, um die gleiche V Max zu erreichen und Bremsenumbau ist nicht nötig!

plus VTG-Umbau auf permanent
plus ggf. Bremsenumbau
Siehe oben! Gleiche V Max, Bremsen bleiben wie sie sind

plus, plus, plus

Macht alleine schon weit über 15.000 EUR ohne Eintragung :TÜV (TÜV Einzel-Gutachten).

Aber vielleicht ärgert Dich auch nur, dass es neben dem Wilfried Tuning auch noch andere Möglichkeiten zur Leistungssteigerung gibt.

MfG

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Re: BMW M57 im LT? ein gelungener Umbau!

Beitragvon Solpat » Donnerstag 28. Januar 2021, 22:56

Hallo Hannes,

die 12.900,- US$ sind ein Schreibfehler. Richtig hätte es heißen müssen 11.900,- US$. Die Zahl hatte ich aus dem Text von MaBU-Liner kopiert. Jetzt habe ich nochmal eben selber nachgesehen:

https://www.boxeer.com/products/volkswa ... ersion-kit

Es sind aber nur 11.800,- US$

Getriebeumbau auf BMW macht m. E. durchaus Sinn, da wg. dem Drehmoment sowieso ein Getriebetausch notwendig ist. Da ist es naheliegen auf BMW zu gehen, damit die Kupplungsglocke ohne Adapterplatte gleich passt. Da ist die Adaption der Gelenkwellen-Anschluss am Getriebe-Abtriebflansch das kleinere Übel.

Bremsenumbau muss man nicht machen - korrekt. Sollte man aber eine Abnahme anstreben, so wird das wohl der Prüf.-Ingenieur entscheiden. Mich würde interessieren ob der TÜV bei Leistungssteigerung auch eine Vmax Begrenzung akzeptieren würde (z. B. 110 km/h beim 4x4).

Wenn das einer durch den TÜV bringen würde (mit Mustergutachten), dann wären hier bestimmt einige Umbauten am laufen. 3.000,- EUR für den Motor, finde ich relativ preiswert. Klar die ganzen Adaptionen kommen noch hinzu (Gaspedal, Kupplung, Schaltung, Ladeluft, Kühlerschläuche, Ölkühlung, Servo-Pumpe, Motor-Elektronik, Motorlager, und und und. Und dennoch würde es sich für das Ergebnis lohnen …

MfG

Oliver
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Re: BMW M57 im LT? ein gelungener Umbau!

Beitragvon MaBu-Liner » Freitag 29. Januar 2021, 01:31

Solpat hat geschrieben:... ich lese mit Hochspannung diesen Artikel. Und na klar ist das eine geradezu :doppel_top: fantastische :doppel_top: Motoralternative. Moment, da war wieder dieses Wort: Fantasie

@MaBu-Liner,
also wenn das jetzt keine Fantasie ist, weiß ich auch nicht mehr weiter. Wo bleibt Deine :negativ: Kritik?

12.900 US$ für den Umbausatz
3.000 EUR für einen M57 (schnell mal in der Bucht nachgeschaut)
500,- EUR für ein passendes BMW Schaltgetriebe
plus VTG-Umbau auf permanent
plus ggf. Bremsenumbau
plus, plus, plus

Macht alleine schon weit über 15.000 EUR ohne Eintragung :TÜV (TÜV Einzel-Gutachten).

Aber vielleicht ärgert Dich auch nur, dass es neben dem Wilfried Tuning auch noch andere Möglichkeiten zur Leistungssteigerung gibt.

MfG

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Ich gehe gern nochmal drauf ein. Kurbelwellenfantasie war das Wort, was deine "Ehre" gekränkt hat.
Das muss deine "Ehre" und dein Ego derart gekränkt haben, dass Du hier meine Firma ins Spiel bringen musst. Armseliger Versuch. Leider hast Du fälschlicherweise geglaubt, dein Beitrag zur Kurbelwelle wäre so wichtig gewesen, das ich mit dem Wort : "Kurbelwellenfantasie" dich gemeint hätte. Das Problem mit dem Wort scheint exklusiv dir zu gehören.
Gern ekläre ich es nochmal. Etwas was eine Idee ist, aber dessen Umsetzung daran scheitert, dass es nur Geld verschlingt und keinen Erfolg verspricht ist nach definition eine Fantasie. Das ist weder ein persönlicher Angriff noch eine Wertung. Wenn Du das persönlich nimmst, ist das ganz eindeutig Deine Sache. Ich habe nie behauptet das sowas nicht gehen würde!

Zum einen hab ich nie behauptet, das es NUR einen Weg gibt für mehr Leistung. Weiterhin habe ich auch nie behauptet das NUR Wilfrieds in der Lage sei, einen LT zu "tunen"
Einen anderen Motor einbauen, der mehr Leistung hat ist eine dieser anderen Möglichkeiten.
In diesem Fall sogar eine, die umgesetzt wurde von Anfang bis Ende. Von der Idee bis zu fahrenden Fahrzeug. Erklär mal kurz, was genau da nun dein "Fantasie" Vergleich soll ?! Ich finde den Umbau an sich richtig gut, sonst hätte ich den Besitzer ja nicht angeschrieben, allein der Sound ist Top. Aber das hat ja nichts damit zu tun, ob das hält oder Sinn macht.

Wenn Du irgendein persönliches Probem mit mir oder dem was ich anbiete hast, sag es einfach. Aber lass deine an den Haaren herbeigezogenen Unterstellungen, die lassen Dich in einem merkwürdigen Licht da stehen. Ich habe Dich weder hier noch woanders persönlich angegangen. Dein geschreibsel hier ist schon hart an der Grenze. Überleg mal in einer ruhigen Minute, ob du sowas nötig hast.

Bevor ich darauf einge was ich an dem Motorswap bereits kritisiert habe noch kurz etwas zu Kosten und dem 4x4. Wer da wegen 15k Pipi in die Augen bekommt, der hat sicher das falsche Auto. Wie schnell man 15k in so einem 4x4 Antriebsstrang versenken kann, weiß ich von sehr vielen Kunden und auch aus persönlicher Erfahrung mit meinen Achsen in diesem Winter... defekte Antriebskomponenten am 4x4 sind die Regel, nicht die Ausnahme. Ich denke da wird mir nahezu jeder 4x4 Besitzer zustimmen.

Das bringt mich zu meiner Kritik.
Laut dem Besitzer, mit dem ich Kontakt über Facebook hatte oder habe, ist es der 272 3,0D Motor. Auch den Betrag hat er mir genannt. Den Link zum Hersteller kannte ich nicht.

Der 272 PS hat 560 Nm schon bei 2000 U/min. Turboloch ist nicht existent. Im Link sehe ich, dass dort eine andere Kupplung dabei ist. Dann wird die belastung noch größer für Getriebe, VTG und die Achsen. Die LT Kupplung gibt bei etwas über 350 Nm auf und rupft oder dreht durch. Das NP241 im LT ist dem Drehmoment des M57 nicht gewachsen. Ein Umbau auf NP242 könnte da helfen, da es komplett anders aufgebaut ist im inneren. Dann bleiben die Kardanwellen, die werden das möglicherweise überleben. Die Achsen von Hurth in keinem Fall. Wenn man den Motor nutzt, und das Drehmoment nutzt ist das ganz schnell vorbei. Hatte ich aber alles schon geschrieben. Der M57D25 mit 163PS und 380Nm wäre da sicher eine haltbarere Alternative. Aber auch hier ist ein VTG-Lader drin, der ohne Turboloch direkt am Antrieb rupft, aber um den ging es ja eigentlich nicht.

Eine TüV Zulassung in Deutschland halte ich für unmöglich. Alle Teile die dort abgebildet sind, müssten einzeln vorgeführt und vom TüV abgesegnet werden. Das bedeutet, man braucht für alles dort ein Materialgutachten.
Wenn man Glück hat, dann bekommt man das noch irgendwie hin, die Teile sehen ja sehr professionell aus. Dann muss man das Kit als ganzen vorführen und auf eine Abnahme hoffen. Dieser Schritt kostet 2800 Euro netto. Egal ob erfolgreich oder nicht.

Spinnen wir das mal weiter. Nun will man mit dem Kit den Fremdmotor einbauen. Abgasgutachten beim TüV- Nord derzeit um die 3000 Euro. Wohlgemerkt, das ist dann nur für EIN Auto! Das ist keine ABE oder ein Mustergutachten so für die Baureihe. Ich hab das im letzten Jahr alles mit einem Umbau von mir durch und kann sagen, da hat keiner Bock etwas so großes mit seinem Namen zu legalisieren!

Jetzt schaut der Prüfer, wie hoch ist die höchste Leistung im LT gewesen als er produziert wurde: 109 PS das sind in diesem Beispield dann 163 PS mehr als Serie. Den Prüfer der das mit der Standartbremse akzeptieren würde, dem mache ich einen Heiratsantrag.

Alles andere sehe ich auch extrem kritisch und schwierig hier in Deutschland. Das geht los bei der Gaspedalbox und hört auf beim Auspuff und LLK, die ja auch nicht so sind wie der Motor eigentlich betreiben wurde.

Ich habe 1996 ein Jahr gebraucht um mein Golf 1 Cabrio mit einem G60 Umbau "legal" zu machen. Ich habe 2 Jahre gebraucht um einen Golf 3 VR6 Turbo legal zu machen. Legal bedeutet, das man offiziell einen Stempel bekommt und nicht vom Schwager des Kumpels der beim TüV arbeitet und 1000 Mark nebenbei machen will... Das ist 25 Jahre her. Heute sind die Gesetzgebungen doch nochmal ganz andere. Bei beiden Fahrzeugen war Vmax durch das Getriebe begrenzt... Hier hätte aber kein TüV-Mann die Serienbremse akzeptiert. Selbst beim Golf 1 GTI mit 112 PS den man zum 16V mit 129PS umgebaut hat war eine eintragung mit Trommel hinten unmöglich, man musste da die Scheibenbremse vom Scirocco oder Golf nachrüsten. Beim Umbau eines Polos auf nen 1,6er oder 1,8er Motor war ein Hilfsrahmen im Motorraum nötig! Und da reden wir von 15-30 PS mehr, nicht von 163PS ;)

Der Martin aus Pirna hat da einen LT beschrieben, mit nem BMW Motor. Wenn wir das gleiche Auto meinen war das ein 525TDs Motor also der M51D25- Der hat 143 PS und 280 Nm und ist von der Einspritzung wie die TDI Motoren von VW, noch mit selbststeuerndem Turbolader ohne VTG.
Diese 143 PS und knapp 300Nm sind das, was ein ACL oder DV auch leisten kann. Allerdings sind bei dem BMW Motor die Leistungsentfaltung besser und die Verbrauchswerte ebenfalls.
Das halte ich für einen Wert den die Antriebstechnik wegsteckt. Damit bewegt sich so ein 4x4 auch sehr ansprechend denke ich.
Aber wenn man rechnet was so ein Umbau kostet und man aus dem ACL für einen Bruchteil der Kosten die gleichen Werte rausbekommt, dann sehe ich den Sinn dahinter nicht.

Und nochmal zum Schluss als Bitte. Ich kann mit Kritik zu meinen Äusserungen und zu meiner Meinung gut umgehen, aber wenn da Unterstellungen ins Spiel kommen, von Menschen, die mich und was ich tue nicht kennen, dann hört es wirklich auf. (ja ich weiß, dass ich hier den "Spirituosen" Beitrag geschrieben habe, das ist aber ein ganz anderer Zusammenhang)
Grade hier im Forum passiert es öfter, dass ich persönlich angegriffen werde, oder irgendwas über Wilfrieds behauptet wird. Jedem biete ich an: Komm vorbei, wir reden über alles, ich zeige gern was und wie ich was mache. Ich habe nichts zu verstecken, habe nie behauptet der einzige zu sein, der sowas macht oder irgendwas erfunden zu haben. Ich behaupte nur, dass die Umbauten die wir machen wirklich richtig gut funktionieren und habe das mehrfach durch Diagramme und anderes auch belegt.
mehr Leistung, mehr Drehmoment? Wilfrieds-Tuning!
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Re: BMW M57 im LT? ein gelungener Umbau!

Beitragvon Hannes aus dem Westerwald » Freitag 29. Januar 2021, 21:46

@ MaBU-Liner

zuerst einmal danke für die sehr qualifizierte technische Darstellung, warum ein Umbau auf BMW M57 nicht sinnvoll ist.
Wie es aussieht, hast du auch Ahnung von BMW Motoren. Fast hast du mich überzeugt, von dem Vorhaben abzusehen, aber nur fast!

Nein ich fühle mich nicht in der Ehre gekränkt wegen der Hubraumvergrößerung mittels Kurbelwelle, und nein, ich weder dich persönlich greife dich und dein Tuning an! Ich bin nur kein Freund von Tuning, da früher mit Opel von Irmscher und Steinmetz schlechte Erfahrung gemacht!
Mein Wahlspruch ist: Warum einen Käfer Motor tunen, wenn Fiat und BMW die Leistung serienmäßig haben.

Ich werde auch nicht hingehen und meinen gut erhaltenen VW LT Karmann auseinander reißen, da mein 1G Motor sehr zuverlässig läuft, sehr gute Kompression hat und kein Öl verbraucht. Wenn er nur nicht so lahm und durstig wäre! Der sollte dieses Jahr im Originalzustand das H-Kennzeichen erhalten.

Ganz weg von der Sache mit dem BMW M57 bin ich noch nicht! Andere bauen Modellautos im Pensionsalter und ich werde mal einen TüV Ingenieur fragen was alles denkbar ist. Man sieht in der Tuningszene Umbauten mit TÜV, die man nicht für möglich gehalten hat! Ich selbst habe allerdings keine Erfahrung mit TÜV Abnahme bei Umbauten.

- zuerst würde ich versuchen, ein VW Lt Fahrgestell, schrottreif, am besten ohne Fahrerhaus und ohne Motor für kleines Geld zu kaufen um damit zu versuchen

-ich stelle mir vor daß eine Abnahme mit einem serienmäßigen Motor eines bekannten Herstellers, dessen Leistungsdaten und Abgasdaten bekannt sind, einfacher wäre als ein getunter Motor (ich kann mich irren)

- Dieser Bi-Turbo mit 272PS ist zuviel des Guten, ich habe einen normalen M57D30 mit 235PS liegen, den man auf die gedrosselte Version mit 197PS und "nur 400 N/m" per Software vom 325D/525D herunterregeln kann. Und ja, dein Vorschlag mit dem kleineren M57D25 mit 163PS und 380Nm wäre auch noch eine Option!

- Die von Dir aufgezeigten Probleme mit den BMW Motoren ohne "Turboloch" sehe ich gerade als ein Voteil der BMW Motoren! Mein 330d zieht schon ab Leerlauf wie ein Bulle!

-Das das VW Getriebe und Kupplung dem Drehmoment nicht gewachsen sind, erkenne ich an!
In dem Kit ist eine Adapterplatte und eine neue Schwungscheibe enthalten, also hat er das Originalgetriebe drin gelassen, wahrscheinlich wegen 4x4

-Ich würde die Original BMW Kupplung und das Getriebe übernehmen. Ich habe gerade mal gegoogelt, sowohl die Drehzahl des LT Motors als auch die Übersetzungen des Getriebes weichen nicht stark von den Daten der BMW Antriebskomponenten ab, mit Ausnahme, dass das BMW Getriebe einen langen 6. Gang als Schongang hat, womit der LT zu schnell würde. Den 6.Gang könnte man sperren oder noch besser eine kürzere Hinterachse aus dem reichlichen Programm von VW nehmen.

Also ich sehe einen Umbau mit "gemäßigten" PS Zahlen von 163-bis 197PS als nicht so problematisch an.

Übrigends sehe ich das angebotene Umbaukit als viel zu teuer an! Die CNC Fräs- und Drehteile fertige ich an einem Samstagmorgen. Die Kupplung kann auch auf auf dem freien Markt kaufen. Das einzige Know-How des Anbieters ist die auf den LT angepaßte ECU (Steuergerät) des BMW

So, MaBu-Liner, nichts für Ungut, vielleicht könnte so ein Umbau ja noch ein Geschäftszweig für dich werden? Mehr Erfahrung als ich hast du ohne Zweifel!

Gruß Hannes
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Re: BMW M57 im LT? ein gelungener Umbau!

Beitragvon schraubär » Freitag 29. Januar 2021, 23:48

Ach, last den LT doch wie er ist: Einfach und analog! Was brauchen wir? Den Dialog, und zwar friedlich. Wir brauchen den :KNUTSCH2: Weltfrieden -knutscher-
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Re: BMW M57 im LT? ein gelungener Umbau!

Beitragvon Hannes aus dem Westerwald » Samstag 30. Januar 2021, 00:06

Hallo Schraubär
Ich lasse meinen LT auch so wie er ist, zum verbasteln wäre er zu schade.
Aber man kann ja auch ein Projekt an einem Schrottfahrzeug beginnen und den M57 habe ich sowieso als Ersatz für meinen 330d liegen.
Wie gesagt, der eine Rentner baut Modellautos, der andere will was zum anfassen! Ich habe noch 2 Jahre Zeit bis dahin.
Es geht auch darum, das Gehirn nach der Berufstätigkeit noch zu gebrauchen und eine Aufgabe zu haben die mir ein Erfolgserlebnis vermittelt.
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Re: BMW M57 im LT? ein gelungener Umbau!

Beitragvon MaBu-Liner » Samstag 30. Januar 2021, 00:14

Hannes aus dem Westerwald hat geschrieben:@ MaBU-Liner

zuerst einmal danke für die sehr qualifizierte technische Darstellung, warum ein Umbau auf BMW M57 nicht sinnvoll ist.
Wie es aussieht, hast du auch Ahnung von BMW Motoren. Fast hast du mich überzeugt, von dem Vorhaben abzusehen, aber nur fast!

Nein ich fühle mich nicht in der Ehre gekränkt wegen der Hubraumvergrößerung mittels Kurbelwelle, und nein, ich weder dich persönlich greife dich und dein Tuning an! Ich bin nur kein Freund von Tuning, da früher mit Opel von Irmscher und Steinmetz schlechte Erfahrung gemacht!
Mein Wahlspruch ist: Warum einen Käfer Motor tunen, wenn Fiat und BMW die Leistung serienmäßig haben.

Ich werde auch nicht hingehen und meinen gut erhaltenen VW LT Karmann auseinander reißen, da mein 1G Motor sehr zuverlässig läuft, sehr gute Kompression hat und kein Öl verbraucht. Wenn er nur nicht so lahm und durstig wäre! Der sollte dieses Jahr im Originalzustand das H-Kennzeichen erhalten.

Ganz weg von der Sache mit dem BMW M57 bin ich noch nicht! Andere bauen Modellautos im Pensionsalter und ich werde mal einen TüV Ingenieur fragen was alles denkbar ist. Man sieht in der Tuningszene Umbauten mit TÜV, die man nicht für möglich gehalten hat! Ich selbst habe allerdings keine Erfahrung mit TÜV Abnahme bei Umbauten.

- zuerst würde ich versuchen, ein VW Lt Fahrgestell, schrottreif, am besten ohne Fahrerhaus und ohne Motor für kleines Geld zu kaufen um damit zu versuchen

-ich stelle mir vor daß eine Abnahme mit einem serienmäßigen Motor eines bekannten Herstellers, dessen Leistungsdaten und Abgasdaten bekannt sind, einfacher wäre als ein getunter Motor (ich kann mich irren)

- Dieser Bi-Turbo mit 272PS ist zuviel des Guten, ich habe einen normalen M57D30 mit 235PS liegen, den man auf die gedrosselte Version mit 197PS und "nur 400 N/m" per Software vom 325D/525D herunterregeln kann. Und ja, dein Vorschlag mit dem kleineren M57D25 mit 163PS und 380Nm wäre auch noch eine Option!

- Die von Dir aufgezeigten Probleme mit den BMW Motoren ohne "Turboloch" sehe ich gerade als ein Voteil der BMW Motoren! Mein 330d zieht schon ab Leerlauf wie ein Bulle!

-Das das VW Getriebe und Kupplung dem Drehmoment nicht gewachsen sind, erkenne ich an!
In dem Kit ist eine Adapterplatte und eine neue Schwungscheibe enthalten, also hat er das Originalgetriebe drin gelassen, wahrscheinlich wegen 4x4

-Ich würde die Original BMW Kupplung und das Getriebe übernehmen. Ich habe gerade mal gegoogelt, sowohl die Drehzahl des LT Motors als auch die Übersetzungen des Getriebes weichen nicht stark von den Daten der BMW Antriebskomponenten ab, mit Ausnahme, dass das BMW Getriebe einen langen 6. Gang als Schongang hat, womit der LT zu schnell würde. Den 6.Gang könnte man sperren oder noch besser eine kürzere Hinterachse aus dem reichlichen Programm von VW nehmen.

Also ich sehe einen Umbau mit "gemäßigten" PS Zahlen von 163-bis 197PS als nicht so problematisch an.

Übrigends sehe ich das angebotene Umbaukit als viel zu teuer an! Die CNC Fräs- und Drehteile fertige ich an einem Samstagmorgen. Die Kupplung kann auch auf auf dem freien Markt kaufen. Das einzige Know-How des Anbieters ist die auf den LT angepaßte ECU (Steuergerät) des BMW

So, MaBu-Liner, nichts für Ungut, vielleicht könnte so ein Umbau ja noch ein Geschäftszweig für dich werden? Mehr Erfahrung als ich hast du ohne Zweifel!

Gruß Hannes


Mit der Ehre und dem anderen was ich anmerkte meinte ich "Solpat". Ich denke er weiß schon worum es geht.

Ich finde den Umbau wie gesagt gar nicht schlecht. Der M57 ist ein toller Motor. Ich hatte selbst ein paar BMW Modelle mit der Maschine und nur mit einem mächtig Probleme, aber das kann ja mal passieren.

Das Kit für den Umbau kommt ja aus Amiland. Der Preis ist sogar gestaffelt. Wenn man mehr kauft räumen die einen fetten Rabatt ein. Das scheint auch ein Steuergerät dabei zu sein, mit der bemerkung "tuned". Die Preise für Sonderanfertigungen sind ja in Deutschland auch oft ausufernd, er verkauft ja auch sein Know´How, die entwicklung dieser Teile usw. Das spielt alles rein in den Preis.

Aber für mich und meinen kleinen Betrieb ist das eine Nummer zu groß- und ich glaube für 99% meiner Kunden ebenfalls. Ich bleibe da lieber bei den Dingen die ich anbiete und versuche die immer weiter zu optimieren. Ein zwei neue Teile und Umbauten werde ich bald präsentieren, da sind schöne Sachen dabei.

Ich bin wirklich der Meinung das ein optimierter ACL im 4x4 oder normalen LT so gut fährt, dass solche großen Umbauten überflüssig sind. Bei uns kostet ein ACL Umbau auf runde 140-145 PS und 300+Nm ungefähr 1300 Euro.
Dafür kann man keinen Umbau mit anderem Motor realisieren. Das nur mal so ein Beispiel wo man sich da preislich bewegt. 1300 Euro sind in einer Werkstatt 10-15 Stunden arbeit. Also einen Motorswap durchführen zu lassen, bei einer Werkstatt, könnte finanziell ein Desaster werden.

Das Turboloch bzw. das nicht vorhanden sein bei dem M57 und da speziell der "2,5er", ist fürs fahren positiv. Für den Antrieb ist dieses extrem schnelle einsetzen der Kraft aber ein Albtraum. Deswegen hab ich da meine Bedenken geäussert.

Alles andere wurde ja bereits genannt. Ich wäre gespannt ob eine solcher Umbau hier in DE mal angegangen wird. Einen 330 oder 525 Schlachter bekommt man ja extrem günstig. Wenn man Zeit und Lust hat, sollte man das hinbekommen. Das es geht hat man ja gesehen. Mit der legalität wirds natürlich dann nochmal sehr spannend würd ich sagen.
mehr Leistung, mehr Drehmoment? Wilfrieds-Tuning!
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Re: BMW M57 im LT? ein gelungener Umbau!

Beitragvon Hannes aus dem Westerwald » Samstag 30. Januar 2021, 00:30

Danke für deine Antwort, Mabu-Liner

Na ja wenn ich sicher wäre, dass dein Tuning meinem alten 1G nicht ans Leben geht, der von dir aufgerufene Preis wäre mir nicht zu teuer!
120PS bei 300Nm würden mir schon reichen. Mir tut es einfach weh, wenn ich den Lt den Plöckenpaß hochjage und dabei 4.000 1/min drehen muß. Bisher hat er das gut mitgemacht und die Temperatur steigt auch nicht, wenn man ihn dreht und der Lüfter läuft. Aber ich mag das hochtourige Gejaule des Lt nicht

Was der LT gar nicht mag, ist das unterourige Fahren wie man das von den drehmomentstarken BMW kennt, dann steigt die Temperatur und er beginnt zu rußen
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Re: BMW M57 im LT? ein gelungener Umbau!

Beitragvon Hannes aus dem Westerwald » Samstag 30. Januar 2021, 01:06

Hallo an alle,
Jetzt laßt uns den Thread schließen, bis ich, oder ein anderer vielleicht mal einen Umbau verwirklicht habe oder grundlegende neue Erkenntnisse habe.
Ich bleibe dran, aber es bringt nichts über ungelegte Eier zu diskutieren
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Re: BMW M57 im LT? ein gelungener Umbau!

Beitragvon Martin aus Pirna » Samstag 30. Januar 2021, 15:18

Einen hab ich noch (weil er soooo schön ist) :lol:

Solpat hat geschrieben:Mich würde interessieren ob der TÜV bei Leistungssteigerung auch eine Vmax Begrenzung akzeptieren würde (z. B. 110 km/h beim 4x4).
MfG
Oliver


Mit GPS gemessen haben alle meine LT 4x4 nur 112 km/h geschafft :grin:

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Re: BMW M57 im LT? ein gelungener Umbau!

Beitragvon tiemo » Samstag 30. Januar 2021, 15:27

Hi!

Logisch, wenn man nichts an den Achsen verändert. Durch das Tuning steigt ja die Motordrehzahl normalerweise nicht.

Gruß,
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Re: BMW M57 im LT? ein gelungener Umbau!

Beitragvon Martin aus Pirna » Samstag 30. Januar 2021, 16:14

tiemo hat geschrieben:Hi!

Logisch, wenn man nichts an den Achsen verändert. Durch das Tuning steigt ja die Motordrehzahl normalerweise nicht.

Gruß,
Tiemo


Für den 4x4 gab es weder eine langsame, noch eine sonstwie übersetzte oder eine schnelle Achse. Es gibt DIE Achse und damit gut. :-? Damit sind ±112Km/h erreichbar.

Gruß aus'm Tal
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Re: BMW M57 im LT? ein gelungener Umbau!

Beitragvon schraubär » Sonntag 31. Januar 2021, 21:13

Hannes aus dem Westerwald hat geschrieben:Hallo Schraubär
Ich lasse meinen LT auch so wie er ist, zum verbasteln wäre er zu schade.
Aber man kann ja auch ein Projekt an einem Schrottfahrzeug beginnen und den M57 habe ich sowieso als Ersatz für meinen 330d liegen.
Wie gesagt, der eine Rentner baut Modellautos, der andere will was zum anfassen! Ich habe noch 2 Jahre Zeit bis dahin.
Es geht auch darum, das Gehirn nach der Berufstätigkeit noch zu gebrauchen und eine Aufgabe zu haben die mir ein Erfolgserlebnis vermittelt.

Oja, das ist die richtige Einstellung :doppel_top: Hoffe wir bleiben alle fit. Mitunter ist es im Alter manchmal so, dass man sehr gut weiß was man vor 30 Jahren erlebt hat aber keinen mehr Schimmer hat was es vor 2 Stunden zum Mittagessen gab :shock:
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Re: BMW M57 im LT? ein gelungener Umbau!

Beitragvon Hannes aus dem Westerwald » Montag 1. Februar 2021, 17:15

@ Schraubär
Ja mit dem was vorgestern und letzte Woche war habe ich auch meine Probleme, hatte ich aber vor 1o Jahren auch schon und muß mir Notizen machen.
Mit dem Lernen von neuen Technolgien habe ich jedoch keine Probleme! Während meine jüngeren Brüder mit Vorliebe an alten Traktoren und Unimogs schrauben, fasziniert mich die Technik der OBD Diagnose bei BMW und Mercedes. Viele gute Anleitungen gibt es leider nur in englisch (verstehe ich) die besten aber nur in russich und polnisch (verstehe ich leider nicht)
Ich bin kein KFZler, sondern Zerspaner (früher Vertrieb) mit Leib und Seele und arbeite mich mit Freude in neue CNC Steuerungen und CAD/CAM Systeme ein. Mein nächstes Hobby könnte auch ein 3D Drucker sein, aber das was mit 3D-Druckern für den privaten Gebrauch machen kann, ist leider sehr begrenzt!

Viel mehr denke ich an 3D-Scannen um z.B, Oldtimer Teile digital zu erfassen, dann ein 3D Modell über CAD erzeugen, ein CNC Programm zu schreiben und dieses Oldtimer Ersatzteil dann bei einem Zerspaner oder professionellen 3D Drucker herstellen zu lassen. Ich denke da ist ein Markt!
Gruß Hannes
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