Absorberkühlschrank, oder besser doch nicht?

Hier sollte alles rein was irgendwie direkt mit LT-Technik zu tun hat.
Also in erster Linie technische Fragen und Antworten, aber zum Beispiel auch Tips und Tricks,Technische Umbauten etc.
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Absorberkühlschrank, oder besser doch nicht?

Beitragvon Reisefreund » Donnerstag 9. November 2017, 18:44

Hallo Freunde,

da ich in der letzten Winterpause (naja, zog sich eigentlich weit in den Sommer rein) meinen LT erst mal blechtechnisch fertig gemacht habe, soll in dieser Winterpause der Ausbau zu meiner Zufriedenheit kommen. Es ist derzeit ein Selbstausbau vom Vorbesitzer drin, aber durch zwei längere Reisen habe ich festgestellt, dass da doch vieles anders und optimierter gemacht werden könnte. Vorallem fehlt mir ein fest eingebauter Kühlschrank und Küchenblock.

Deshalb habe ich mal einige Fragen an die Ausbauexperten:

Ich möchte später auf Gas Kochen, ich denke so eine Kombi aus zwei Gasflammen und Spülbecken zu verbauen und möchte mir einen einfachen Küchenblock bauen und die Gasflasche (5kg) soll direkt drin Platz finden. Technische sehe ich da keine Probleme. Wer weiß wie das rechtlich ist? Klar, ich muss während der Fahrt den Schlach von der Flasche abgeschraubt haben und Schutzkappe drauf und Flasche darf nicht rumwackeln. Aber dann sollte das doch zulässig sein, oder etwa nicht? Die Flasche ist dann ja nur "Gepäck".
Außerdem habe ich gerade die Gelegenheit einen älteren Elektrolux Absorberkühlschrank von einem Bekannten zu bekommen. Da bin ich mir aber mit der rechtlichen Seite sehr unsicher und vorallem weiß ich nicht wie gut ich es finde mir Zu- und Abluftöffnungen in meinen LT zu sägen. Ich habe immer Angst, dass da irgendwie Feuchtigkeit durchkommt. Klar, da sind so Gitter, aber beim Fahren im Regenguss zieht da doch trotzdem Wasser rein? Wer hat da gute oder schlechte Erfahrungen mit gemacht?

Würde gern wissen, wie ihr das mit dem Thema Gas geregelt habt? Und womit ihr eurer Bier kühlt.

Vielen Dank für den Austausch und die Hinweise

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Re: Absorberkühlschrank, oder besser doch nicht?

Beitragvon Micha-Schrauber » Donnerstag 9. November 2017, 20:08

Hallo Freund,

also erst mal, wenn du heutzutage eine Gasanlage verbaust, muss sie nach den heutigen Vorschriften verbaut werden ! D.h. alle Gasverbraucher dürfen nur mit 30 mb betrieben werden, und damit fallen schon mal alle alten Geräte aus, weil man zwar 30 mb Geräte mit Druckreduzierer an 50 mb Anlagen betreiben kann, aber nicht 50 mb an 30 mb Anlagen, weil nicht gewährleistet ist, dass sie überhaupt, und wenn doch, NICHT SICHER funktionieren !! 50 mb Geräte dürfen nur noch in bereits bestehende Anlagen mit 50 mb verbaut werden, weil die Anlagen Bestandschutz haben.
Die Gasflasche, auch wenn sie nur " transportiert " wird, muss sich in einem zum Innenraum dichten Gaskasten befinden, der eine 10x10 cm Mindestbelüftung im Boden, oder bodengleich haben MUSS.!!
Ausserdem darf aus dem Gaskasten kein Gasschlauch kommen, der sowieso nicht länger als 40 cm sein darf, und auch wenn die Flasche noch so dicht beim Kocher verbaut ist, muss der Schlauchanschluß IM GASKASTEN an eine feste Gasleitung montiert werden, die dann zum Kocher führt.
Zum Einbau eines alten Kühlschranks ist wieder das 30 mb-Problem, dann muss der einen Abgaskamin nach draussen haben, und Zu- u. Abluft sollte er auch haben, sonst wirkt das Prinzip des Kühlschranks nicht.

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Re: Absorberkühlschrank, oder besser doch nicht?

Beitragvon schaettman » Donnerstag 9. November 2017, 20:41

Moin, das vergiss mal mit altem Absorber neu einbauen ohne Gasflaschenkasten .... Selbst mit braucht der um Bier runterzukühlen ewig.... Kompressorkühli braucht Strom und macht Krach, also Aggregat wegbauen, unten drunter zB... , Zusatzbatt , damit du nicht anschieben musst und Solarzellen oben auf dem Dach.
Bin auf Spirituskocher umgestiegen und trinke Wein zum Essen,ist wesentlich unproblematischer.... :grin:
nun mit "H" :-)
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Re: Absorberkühlschrank, oder besser doch nicht?

Beitragvon diesel3 » Donnerstag 9. November 2017, 23:37

Hi,

grundsätzlich ist das Transportieren einer Gasflasche im abgeklemmten Zustand mit aufgestecktem Deckel im Fahrzeug erlaubt.
Die offizielle Formulierung ist aber, dass es nur "ausnahmsweise" und "kurzzeitig" zulässig ist. Hier ab Seite 24.
http://www.industriegaseverband.de/eiga ... 7_08_D.pdf
http://www.joga-hamm.de/Bilder/Transpor ... eltern.pdf

Auch darfst du ein Gaskocher, der im Fahrzeug liegt und nicht angeschlossen ist, transportieren. Einen Absorber kannst du auch transportieren.

Du darfst es aber nicht (!) als prüfpflichtige Gasanlage im Fahrzeug ausführen!

D.h. - die darfst natürlich draußen auf einem Campingplatz einen Tisch rausstellen, eine Gaskocher darauf und Gasflasche drunter und kochen. Das darfst du auch mit 50mBar auf dem Campingplatz betreiben. Zum Transport muss das alles demontiert werden.

Beim Betreiben des Absorbers wird es aber schwierig, da dieser wegen des Abgassystems zum Festeinbau und damit mit einer prüfpflichtigen Gasanlage zu kombinieren ist.

Also: Den Kühli als Kompressormodell ausführen und kochen draußen mit einem Campingkocher/Gaskocher oder Spirituskocher (Origo) oder elektrisch (Campingplatz) oder Dieselkocher oder Benzinkocher oder Kartuschenkocher oder Hardcore Esbit.

Viele Grüße
Hendrik
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Re: Absorberkühlschrank, oder besser doch nicht?

Beitragvon Reisefreund » Freitag 10. November 2017, 00:34

Na, dass sind doch mal Neuigkeiten. Nicht so ganz, wie ich es mir gewünscht habe, aber so wie ich es befürchtet habe.
Na, dann werde ich Weintrinker, bis ich mir mal einen ordentlichen Kompressorkühlschrank zulege. Aber kochen werde ich trotzdem auf Gas. Ich führe es dann einfach nicht als feste Anlage aus, sodass es nicht abgenommen werden muss. Klar, während des Transports ist die Flasche vorschriftsmäßig verschlossen, also Schlach ab und Schutzkappe drauf und fest verzurrt.
Ist es denn verboten auf einem Campingplatz oder wo auch immer man übernachtet in seinem Auto zu kochen? Also ich meine Auto aus und geparkt und dann koche ich eben bei offener Schiebetür mit einer NICHT festinstallieren Anlage bestehend aus Gaskocher und Flasche. Naja, solange das Wetter passt koche ich auch gern draußen.
Ich vermute als Gasschrank zählt nur ein wirklich so erworbener Schrank mit entsprechendem Gutachten und nichts noch so gutes selbstgebautes.
Schade, aber ich vermute es wird auch hier heißer gekocht, als gegessen.
Vielen Dank für eurer Wissen und eure Erfahrungen
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Re: Absorberkühlschrank, oder besser doch nicht?

Beitragvon Micha-Schrauber » Freitag 10. November 2017, 00:41

...nein den Gaskasten kann man auch selbst als Möbelstück bauen...belüften...abdichten...u. Gummidichtung an der Tür...ansonsten würde ich das mit dem Gas nicht GANZ SO LOCKER sehen...ist nicht ganz ungefährlich...
Schönen Gruß aus Mainz am Rhein !
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Re: Absorberkühlschrank, oder besser doch nicht?

Beitragvon Reisefreund » Freitag 10. November 2017, 01:08

Kann mir denn einer mal erklären oder nen Bild zeigen, wie ich dass mit 100cm² Öffnung nach unten mache. Das ist ja nen riesen Loch, da habe ich ja jeglichen Dreck und Wasser im Auto/Gasschrank.
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Re: Absorberkühlschrank, oder besser doch nicht?

Beitragvon Skoot » Freitag 10. November 2017, 08:08

Ich besitze so eine Box, die ist nicht laut, braucht wenig Strom und kühlt super: http://www.pieper-shop.de/1027976-Kuehl ... gL9kPD_BwE
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Re: Absorberkühlschrank, oder besser doch nicht?

Beitragvon danielduc » Freitag 10. November 2017, 11:52

Hallo,

ich habe das ganze Gas-Zeugs (Kocher und Absorberkühlbox) aus dem LT verbannt. Hatte das aber auch ohne Zulassung drinn.
War da nie wirklich glücklich damit. Es hat zwar immer funktioniert aber ich war da immer sehr sensibilisiert bez. Undichtigkeiten.

Ich habe mir im Frühjahr auch ein "Engelchen" zugelegt. http://www.compass24.at/komfort/kuehlung/kuehlschraenke/100158/engel-ck-100?ffRefKey=sK3qCrNx6
Ein Solarpanel aufs Hochdach montiert und einen Spirituskocher gekauft. Der Kompressorkühlschrank ist zwar nicht geräuschfrei aber ich kann trotzdem besser schlafen.

Alles in allem eine Top Lösung.

Gruß Daniel
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Re: Absorberkühlschrank, oder besser doch nicht?

Beitragvon Tomturbo1958 » Freitag 10. November 2017, 13:45

Servus!
Das mit dem Gaskasten ist kein Problem. Du führst einen Deiner Kästen ohne Rückwand aus und dichtest ihn mit Silikon ab. Die Türe wird niedriger als der Kasten und der Türausschnitt beginnt erst ca 15 cm oberhalb des Bodens. Die Türe bekommt eine schmale, selbstklebende, handelsübliche Gummidichtung. In die Außenwand schneidest Du ein rechteckiges Loch welches mit dem Boden abschließt. Darüber montierst Du ein Kiemenblech mit 200 cm² offenen Querschnitt. Die Gasflasche muß in geeigneter Weise gegen verrutschen gesichert werden.
Gas verhält sich wie Wasser, weil es schwerer als Luft ist. Käme es zu einer Undichtigkeit, fließt das Gas durch die Öffnung ins Freie und kann selbst bei offener Türe nicht so einfach in den Innenraum gelangen.
Ich verwende einen Druckminderer mit Manometer, das gibt auch noch mehr Sicherheit. Ich verwende auch einen Kompressorkühlschrank, weil ich ein gestörtes Verhältnis zu Gas habe und nicht so viele Löcher in der Seitenwand haben möchte. Allerdings führe ich ein kleines Kraftwerk mit mir herum!?
Grüße
Thomas
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Re: Absorberkühlschrank, oder besser doch nicht?

Beitragvon Reisefreund » Freitag 24. November 2017, 23:36

Hallo und danke für alle Antworten.
Ich hole dieses Thema nochmal hoch, weil ich mich nach langem hin und her nun doch dafür entschieden habe kein Gas einzubauen. Dafür sprechen ja einige gute Gründe und vorallem mag ich keine großen Locher in mein LT schneiden. Habe erst genug große Löcher zugeschweißt.
Nun gut, aber noch eine Frage zum Spiritus:
Kocht einer von euch auf einem Dometic Origo? Und mal ganz ehrlich, wie zufrieden seid ihr damit? Ich lese so viel gutes und so viel schlechtes drüber. Manche behaupten man könne nicht drauf braten, weil einfach nicht heiß genug wird. Wer kann diese Erfahrung bestätigen oder auch nicht?

Ich wünsche einen schönen Abend

Thorben
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Re: Absorberkühlschrank, oder besser doch nicht?

Beitragvon schaettman » Samstag 25. November 2017, 13:19

Janee, ganz klare posttraumatische Belastungsstörung von Fahrer und Bus : LT rostet nur da, wo mans nicht brauchen kann und der Fahrer es wieder zuschweissen muss.... hab vor 24 Jahren ein Loch in den Boden geschnitten fürn Ölofen, und da hat sich nix getan, kein Rost. Der bildet sich da, wo man nicht hinkommt, unter der Windschutzscheibe zB oder, wenn man nicht aufpasst und ohne hintere Schlabberlätze fährt, in den Kompostecken hinten am Querträger.... Be- und Entlüftung für den Kühli dichtest du selber ein, da passiert nix.
Nu zum Spiritus, ich hab auch n Origo einflammig fürn Tee oder Kaffee morgens und einen schwedischen Primus zweiflammig für grössere Aufgaben. Tisch raus im Sommer ,Herde drauf und du hast die Wärme nicht im Auto... Spiritus ist etwas teurer als Gas, aber überall verfügbar, Hab schon große Pötte für Spaghetti mit viel Wasser darauf gekocht, da kann er auch.... Hab von Enders nochn Dieselherd mit Gasvorheizung, aber noch nie laufen gehabt, sowas ist auch interessant.
https://www.youtube.com/watch?v=U3UA9tn_7RA
Ist nur das Prinzip, sieht aus wie der zweiflammige Origo mit Gaskartusche zum Vorheizen.
Kühli ohne Gas musste mit 12V betreiben , da brauchste auch Zweitbatt und Solar...
nun mit "H" :-)
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Re: Absorberkühlschrank, oder besser doch nicht?

Beitragvon Reisefreund » Samstag 25. November 2017, 18:53

Einen 12V Kompressor Kühli von Waeco habe ich schon besorgt. Zweitbatterie ist schon an Bord, allerdings eine ungeeignete. Diese wird durch eine AGM Batterie ersetzt und dann kommt perpektivisch ein kleines Solarmodul ran, um die Batterie zu erhalten.
Ist es eigentlich schädlich die AGM Batterien über die LiMa zu laden? Ich frage, weil die Solarregeler da alle angeblich so spezielle Ladekurven für verschiedene Batterietypen fahren. Das kann die Lichtmaschine ja nicht hergeben.
Als Kocher würde ich gern den Origo 3000 nehmen. Der kriegt seinen "festen" Platz im Küchenblock, ist aber so eingebettet, dass man ihn einfach auch raus nehmen kann.
Ich habe das Gefühl, ob Gas oder Spiritus scheint eher eine Philosophiefrage zu sein. Ohne so ein Gerät mal zu testen kann ich wohl kaum sagen, ob ich damit zufrieden sein werde.
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Re: Absorberkühlschrank, oder besser doch nicht?

Beitragvon schaettman » Sonntag 26. November 2017, 10:28

Moin, leih dir doch mal einen, wo biste denn ? 8-)
nun mit "H" :-)
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Re: Absorberkühlschrank, oder besser doch nicht?

Beitragvon Tomturbo1958 » Mittwoch 29. November 2017, 14:45

Servus!
AGM laden geht von der Lima nur mit einem geeigneten DC/DC Lader. Mit einem Trennrelais bekommst Du keine Ladedeckung und keine passende Ladeschlußspannung. Das wirkt stark lebensdauerverkürzend! Verschiedene Akkutypen zu mischen ist nicht gut! Die zweitbeste Lösung wäre, den Startakku ebenfalls in AGM-Technik und einen passenden Laderegler in die Lima geben. Schau Dir dazu auch meine früheren Beiträge an!
Grüße
Thomas
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Re: Absorberkühlschrank, oder besser doch nicht?

Beitragvon Reisefreund » Mittwoch 29. November 2017, 23:58

Hallo,

danke für die Hinweise zur Benutzung von AGM Batterien. Ich habe schon sowas befürchtet.
Ich üsste praktisch sowas verbauen? https://www.bse-usv-technik.de/epages/6 ... PvEALw_wcB

Oder kann man einen Laderegler für Solaranlagen auch dafür benutzen? So einen hier:
http://www.votronic.de/index.php/de/pro ... 65-duo-dig

Im Grunde dürfte dem Solarregler doch egal sein, obes Solarstrom oder LiMa Strom ist, oder nicht?

Wie finde ich deine früheren Beiträge zu dem Thema?

Vielen Dank

Thorben
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Re: Absorberkühlschrank, oder besser doch nicht?

Beitragvon Tomturbo1958 » Donnerstag 30. November 2017, 23:41

Servus!
Der Ladewandler ist gut, eine gute Lösung, diesen aber nicht für AGM. Ich hatte den auch verwendet, habe ihn aber gegen einen von Ring ausgetauscht. Der Ring kann auf die Akkutype eingestellt werden und hat zusätzlich einen integrierten Solarladeregler. Der erkennt auch ob die Lima etwas bringt und schaltet sich automatisch ein und aus.
Die Ladewandler vertragen kein Potential auf den beiden Masseanschlüssen, deshalb muß man unbedingt die Masse vom Eingang und die Masse vom Ausgang auf den selben Massepunkt klemmen!

Achtung!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Niemals einen Solarregler für andere Zwecke verwenden!!!!!!!!!!!!
Ein Solarpaneel ist kurzschlußfest und wird durch Kurzschluß geregelt. Der Solarregler taktet auf der Eingangsseite und wenn der Akku voll ist schließt er kurz.

Wenn Du Dein Lademanagement überdenken willst, können wir uns gerne weiter austauschen!

Grüße
Thomas
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Re: Absorberkühlschrank, oder besser doch nicht?

Beitragvon diesel3 » Freitag 1. Dezember 2017, 00:02

Hallo Thomas,

bist du sicher, dass der Solar-LAderegler das Solarpanel kurzschließt, wenn die BAtterien vollgeladen sind?

Ich kann mir irgendwie nicht so richtig vorstellen, dass er 100W verballern soll beim Kurzschließen - soviel Wärme kann er gar nicht abführen, denke ich.

Viele Grüße

Hendrik, mit Solarregler, der gar nicht warm wird.
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Re: Absorberkühlschrank, oder besser doch nicht?

Beitragvon tiemo » Freitag 1. Dezember 2017, 00:21

Hallo Hendrik!

Beim Kurzschließen von Solarpanels entsteht idealerweise eine Klemmenspannung von Null Volt und es fließt der Kurzschlussstrom. Da die Leistung Strom mal Spannung ist und die Spannung Null ist, ist die Verlustleistung im Regler ebenfalls Null. Die Verlustleistung entsteht dann im Panel selbst, das dadurch in der Sonne halt heißer wird. Exakt genauso heiß wird es aber auch, wenn man den Stromfluss einfach unterbricht, dann ist der Strom Null und die Spannung klettert auf die Leerlaufspannung.
Natürlich würde bei der Kurzschlusslösung bei exakt Null Volt auch kein Strom fließen, so verbleiben einige Millivolt, entsprechend einiger zehn Milliwatt im Regler. Das kann er aber ;-)

Gruß,
Tiemo
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Re: Absorberkühlschrank, oder besser doch nicht?

Beitragvon Reisefreund » Freitag 1. Dezember 2017, 01:29

Hallo,

danke für eure Hilfestellungen. Am einfachsten ist, ich werde mal konkret und dann könnt ihr mir sagen, wie eine clevere Lösung aussieht.
Ich habe meinen LT vor 1,5 Jahren mit einem simplen Selbstausbau gekauft. Dann war natürlich eigentlich mein Plan den Ausbau zu verbessern und auf meine Bedürfnisse anzupassen. Leider zeigte sich dann doch viel mehr Rost als ich mir das vorgestellt habe und deshalb stand erstmal das Sanieren an. Nun möchte ich diesen Winter aber den Ausbau verbessern/erneuern.
Zum Thema Elektro:
Ich möchte einen Kompressorkühlschrank (40W mittlere Leistungsaufnahme laut Hersteller) betreiben, Abends oder morgens Musik hören können, das Licht(LEDs, vielleicht 10W zwei Stunden am Tag) für den Ausbau betreiben und eine Wasserpumpe im Küchenblock für ein kleines Spülbecken. Den Küchenblock gibt es noch nicht. Deshalb weiß ich auch nicht wie viel Watt so eine Pumpe hat, aber die läuft ja auch nicht ständig. Ich denke ich komme im mittel auf 50-60W.
Ich wollte mir als erstes eine vernünftige Bordbatterie einbauen und diese erstmal über die Lichtmaschine laden und später zusätzlich über Solar. Bislang dachte ich einfach eine AGM Batterie hingestellt (ja, natürlich festgemacht) und mit einem Trennschalter/Trennrelais parallel zur Startbatterie. Jetzt ist es wie befürchtet, die AGM muss etwas geschickter im Ladevorgang angesteuert werden als eine StinoBatterie für den Startvorgang. Gut wäre also einen Laderegler, an den ich später auch ein oder zwei Solarmodule anschließen kann.
Vielleicht sollte ich auch einfach direkt auf Solar gehen und die Bordbatterie nur von Solarstrom abhängig machen. Es ist halt die Frage, ob es sinnvoller ist, statt Geld in Ladetechnolgie von Lima auf Bordbatterie zu stecken direkt das Geld in mehr Solarmodule zu stecken.
Ich würde mich freuen, wenn ihr mir sagt, wie ihr es macht und wieviel ihr damit betreibt. Am Ende bricht für mich aber auch nicht die Welt im Urlaub zusammen, wenn ich auf mal kein kaltes Bier habe oder eine Kerze abends zum Lesen benutzen muss. Ich bin derzeit Student und deshalb ist das Geld nicht so locker und es muss alles in einem sinnvollen Verhältnis stehen.

Vielen Dank

Thorben
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Re: Absorberkühlschrank, oder besser doch nicht?

Beitragvon Waldfahrer » Freitag 1. Dezember 2017, 09:55

Servus,

noch eine Erfahrung zur AGM-Batterie als Zweit/Wohnraumbatterie: Ich habe 2013 eine (250 Ah) bekommen, welche vom Vorbesitzer in Australien erworben wurde, wann weiß ich leider nicht mehr.
Aber die ist demnach nun mindestens 5-6 Jahre alt, wahrscheinlich älter. Ich betreibe die seither mit einem einfachen Trennrelais, ohne speziellen Laderegler, bisher hat es funktioniert.
2015, auf der Fähre Triest-Durres in voller Sonne auf dem offenen Deck, war eine Peltier-Kühlbox 36 Stunden dran, die mindestens 3 Ampere zieht, also über 100 Amperestunden. Das war problemlos.
Seit vorigem Jahr habe ich eine Kompressorkühlbox, die "spüre" ich im Dauerbetrieb praktisch nicht, auch nicht bei mehrtägigen Standzeiten.
Wenn ich die Batterie nach der Heimfahrt mit einem Ladegerät laden will, ist sie in der Regel voll, zieht also kaum Ladestrom.

Also so kritisch kann es nicht sein; aber vielleicht liegts auch an der rel. hohen Kapazität.

Gruß Josef
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Re: Absorberkühlschrank, oder besser doch nicht?

Beitragvon Reisefreund » Freitag 1. Dezember 2017, 10:49

Hallo Joseph,

danke für deine Erfahrung.
Vielleicht ist es ja sinnvoller Geld in mehr Kapazität zu stecken, als in aufwendige Technik. Aber 250Ah ist auch schon ordentlich.
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Re: Absorberkühlschrank, oder besser doch nicht?

Beitragvon Tomturbo1958 » Freitag 1. Dezember 2017, 11:29

Servus!
Du bist soeben dabei Erfahrungen zu machen, welche andere vor Dir schon gemacht haben, auch was den Rost betrifft!
Tiemo hat recht, der Solarregler erwärmt sich nicht merklich, bei nicht bestimmungsgemäßer Verwendung löst er sich in Rauch auf!

250 AH sind fast drei mal so viel wie die üblichen 90 AH. Wenn Du sie ausnützen willst, was Du offensichtlich vor hast, dann mußt Du sie auch laden können!

Ich verwende bei ähnlicher Anforderung wie Du einen 90 AH Akku mit flüssigem Elektrolyt, als Reserve habe ich einen 90 AH Gelakku und als Startbatterie eine klassischen 75 AH Batterie.
Geladen von der Lima mit einem Ladewandler http://www.ringautomotive.com/files/myd ... ctions.pdf 30 A mit integriertem Solarregler.
Vom Netz lade ich mit einem Waeco Ladegerät welches 2 mal 25 in die Versorgungsbatterien und 1 Ampere in den Startakku läd.
Am Dach befindet sich ein 60 W Solarpanel
Der 1000 W 230 Volt Wechselrichter wird von einem Relais welches in Selbsthaltung geht, automaisch weg geschaltet sobald ich an den Landstrom gehe.

Bei dieser Konfiguration muß Du nichts umschalten, Du bist im Sommer 3 bis 4 Tage und im Winter etwas länger autark. Der Akku ist bereits nach 3 bis 4 Stunden Fahrt voll geladen, wenn er zuvor ganz leer war.

Ich muß jetzt wieder arbeiten, wenn Du interessiert bist schreib mir eine PN und ich gebe Dir meine Telefonnummer!

Grüße
Thomas
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Re: Absorberkühlschrank, oder besser doch nicht?

Beitragvon Reisefreund » Dienstag 5. Dezember 2017, 22:32

Hallo Thomas und alle Mitlesenden,

genau, ich bin dabei Erfahrungen zu machen und alles eine relativ neue Materie für mich. Und damit ich nicht jeden Fehler mache, den schon sämtliche andere vor mir gemacht haben, stelle ich die hier oft vielleicht etwas dummen Fragen.
Ich weiß noch nicht wie viel Ah ich brauche. Ich vermute gar nicht so viel. Nun bin ich vielfach "beim Stöbern" auf die Meinung gestoßen, dass man lieber mehr nimmt und davon nur wenig ausnutzt, als weniger und davon mehr ausnutzt. Das soll wohl geschickter sein. Nun bin ich vorallem zusätzlich verunsichert, weil ich nicht weiß ob eine AGM oder Gelbatterie die bessere Wahl ist. Bei Gel braucht man angeblich keine spezielle Ladekennlinie und kann direkt an die Lichtmaschine gehen.
Wie auch immer. Irgendwie ein komplexes Thema und die Meinungen gehen weit auseinander.
Aktuell weiß ich gar nicht, was ich fragen soll, das Thema ist so umfassend, dass es mit Sicherheit keine Patentlösung gibt. Und was für jeden selber am besten ist muss man wohl selber rausfinden.
Mich würde nur an der Stelle mal die Meinung/Erfahrung zu Gel/AGM interessieren.

Danke an alle Mitwirkenden.
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Re: Absorberkühlschrank, oder besser doch nicht?

Beitragvon Eltn » Dienstag 5. Dezember 2017, 23:49

Hallo

ich muss da mal was loswerden,und zwar hatte ich jahrelang im Lkw eine Kompressor Kühlbox,die war super,ausreichend gross,um für eine Woche Vorrat zu haben und die Kühlleistung war top,wenn ich zu doll aufgedreht habe,war mein Käse gefroren,kein Witz.Vom Verbrauch war sie sehr sparsam,die konnte ich eine Woche an lassen,ohne das ich irgendwas an der Batterie gemerkt habe(ohne das der Motor an war),ausserdem hatte sie ja einen Schutz drin,das sie abschaltet,bevor die Batterie leer ist.Ok das war im Lkw und der hat 2 grosse Batterien drin,aber er brauch auch richtig Saft zum starten.Also fals bei meinem Lt mal der Absorber nicht mehr mitspielt,steige ich auf Kompressor um,mittlerweile hat sich die Technik da bestimmt noch mehr verbessert und ist sparsamer geworden und unsere Batterien werden ja auch immer stärker.
Achso,es war egal ob 12 oder 24 Volt,die ist mit beidem gelaufen.

Vielleicht einfach mal im Campingladen fragen,die müssten sich auskennen damit.

Gruss Daniel
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