Leistungsabbruch/Ruckeln mit 1E Motor/Digifant 1

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Leistungsabbruch/Ruckeln mit 1E Motor/Digifant 1

Beitragvon Hitten » Dienstag 12. September 2017, 09:28

Guten Morgen an alle LTler!

Ich habe meinen LT (35, 94PS, MKB: 1E, 125.000 km) seit Oktober 2016. In der Zwischenzeit bin ich ca. 5.000 km ohne Probleme durchgekommen.
Seit etwa zwei Wochen allerdings, verliert er bei gleichbleibender Geschwindigkeit plötzlich an Leistung, bzw. fängt an zu ruckeln.
Entweder gehe ich dann vom Gas runter, dann ruckelts oder ich gebe wieder Gas. Anfangs hat er dann auch schnell wieder beschleunigt, in den letzten Tagen hat es aber eine ganze Weile gedauert, bis er mal auf Touren kam, bzw. überhaupt wieder an Tempo gewann.

Nach meinen Recherchen, unteranderem in diesem Forum, könnten Schläuche im Motorraum porös sein, die Zündkerzen verkorkst sein, der Zündverteiler nicht ganz in Ordnung, etc.
Hier mal ein Therd: http://www.lt-freunde.de/forum/viewtopic.php?f=119&t=18181&p=97216&hilit=Schlauch#p97216

Was ich im Gegensatz zu Pezibääär nicht habe, ist ein absaufen des Motors. Im Leerlauf, z.B. an der Ampel, läuft er dennoch etwas unregelmäßig.
Desweiteren möchte ich noch kurz betonen, das die Symptome (Leistungsverlust, unrunder Lauf) vorallem dann auftreten, wenn der Motor schon eine Weile gelaufen ist. Ich würde jetzt mal nach etwa 15 km sagen. Also doch schon recht früh!

Ich habe mal den Motorraum geöffnet und ein paar Bilder gemacht. Mir ist ziemlich schnell ein Schlauch ins Auge gefallen, das ziemlich durch aussieht. Dieses würde ich gerne tauschen. Allerdings weis ich nicht, was das für Schläuche sind: Durchmesser, Isolierung, Kautschuk, PVC...? Ich würde mich über ein paar Vorschläge freuen. :)

https://www.pic-upload.de/view-3390
(wegen komischer WErbvung gelöscht)

Eine kleinere Bitte noch zum Schluss. Da ich von der Mechanik und der Funktion eines Autos nicht viel Ahnung habe, ich sie aber gerne hätte!, habe ich noch ein weiteres Foto eingefügt. Ich habe mal ein paar Sachen mit Farbe umrandet. Könnt ihr mir kurz erkären, was das genau für Bauteile sind? z.B. so: rot = Zündkerzen, samt Zündverteiler und Zündkabel (Ist das richtig?) Außerdem ist da noch ein 1., 2., 3. zu sehen, da geht es mir um die Aufgaben der verschieden Schläuche und Kabel die anliegen.

https://www.pic-uplo
(Wegen komischer Werbung gelöscht)

Ich Grüße und freue mich auf Antworten!

Boris
Zuletzt geändert von Hitten am Dienstag 6. Februar 2018, 16:29, insgesamt 3-mal geändert.
Hitten
 
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Re: Leistungsabbruch bei konstanter Geschwindigkeit / Schläu

Beitragvon Hitten » Mittwoch 20. September 2017, 15:43

Moin,

habe jetzt mal den vermutlich kaputten Benzinschlauch ausgewechselt.
Das Problem mit dem ruckeln bleibt weiterhin bestehen.
Als nächstes werde ich mir mal die Zündkerzen, Verteiler und Zündkabel genauer anschauen.

Ich melde mich, wenns was neues gibt.

Grüße
Hitten
 
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Re: Leistungsabbruch bei konstanter Geschwindigkeit / Schläu

Beitragvon Hitten » Mittwoch 6. Dezember 2017, 16:08

Hallo an alle,

habe mich jetzt mal wieder intensiever mit meinem beschriebenem Problem auseinander gesetzt. Unteranderem in Form von Beiträgen recherche..
Ich bin im Herbst bei einer Wekstatt gewesen und habe da mal nachgefragt, was die dazu sagen.
Dabei ist heraus gekommen, dass mein LT von irgendwo her falsch Luft zieht. Für einen nicht kleinlichen Betrag habe ich dann verschiedene Dichtung unterhalb das Abgaskrümmers wechseln lassen.
Doch schon auf der Rückfahrt (ca. 30 km) bemerke ich wieder das ruckeln. Die Werkstatt versichert mir, dass in dem Bereich zumindest alles okay ist. Gibt ja dieses Spray das sie auf den Motorblock sprühen.

Ich habe mir jetzt mal die Verteilerkappe und den Verteilerfinger genauer angeschaut. Bilder sind im Anhang.
An und für sich sieht das da ja alles recht sauber und neu aus..

Habe jetzt auch oft von der Zündspule gelesen.
Liege ich richtig, wenn ich sage, dass ich die nur auf Funktion nur testen kann in dem ich die Zündkabel gegen Masse halte und schaue, ob sich ein Funkenstrahl bildet?
(Ausgenommen per Multimeter ob überhaupt genug Spannung anliegt)
Auf gut Glück mal tauschen?

Der Benzinfilter ist laut Service Buch jetzt auch schon 40.000 Km gelaufen. Den würde ich auf Grund des Alters einfach mal wechseln. Kostet ja nichts.

Bei Gelegenheit würde ich auch mal die Zündkabel durchmessen. Ich habe mal was von 5 Ohm gelesen?

Würde mich über weitere Anregungen und Ideen freuen. :)

Grüße Boris

Ps: Hoffe ihr könnt auf den Bilder genug erkennen. Die Verteilerkappe sieht Top aus. Der Verteilerfinger soweit auch. Ganz unten an der Zunde leicht verrußt, aber vermutlich normal..
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Verteilerkappe.jpg
Verteilerkappe.jpg (111.98 KiB) 6174-mal betrachtet
Verteilerfinger.jpg
Verteilerfinger.jpg (98.82 KiB) 6174-mal betrachtet
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Re: Leistungsabbruch bei konstanter Geschwindigkeit / Schläu

Beitragvon Herbert Kozuschnik » Donnerstag 7. Dezember 2017, 00:26

Hi Borris,
ist das erst jetzt mit der kühl- feuchten Witterung aufgetreten? Und: wenn Du ihn ein paar Minuten abstellst ist es erst mal wieder weg?

Wenn beides ja, tippe ich auf Vergaservereisung... Überprüfe mal die Luftzuführung zum Luftfilter, da sollte ein Schlauch dabei sein, der irgendwo in die Nähe des Auspuffkrümmers geht. Fehlt der kommt es gerne mal zu Vergaservereisung, - Deine Beschreibung spricht dafür, Probleme an der Zündanlage würde ich eher ausschließen, die sind nicht weg (werden nicht besser) wenn man die Gaspedalstellung mal ändert.
Gruß Herbert
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Re: Leistungsabbruch bei konstanter Geschwindigkeit / Schläu

Beitragvon Christian Anner » Donnerstag 7. Dezember 2017, 07:57

Ist der 1E nicht der Einspritzer mit Kat?

Das könnten jetzt - Elektronik sei dank - vielfältige Probleme sein, vom Steuergerät angefangen bis zu Sensoren. Wenn z.B ein Temperatursensor ne Macke hat, dann passt die komplette Gemischzusammensetzung nicht mehr und der Motor läuft unrund.
Frag doch mal den Ralf aus dem Forum, der hat auch einen 1E und schon einiges an Schraubererfahrung mit dem Motor - ich habe nur den 2 Liter "Versager"motor und kann dir deshalb nur mit Grundlagen zum Einspritzer helfen
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Re: Leistungsabbruch bei konstanter Geschwindigkeit / Schläu

Beitragvon justdoit » Donnerstag 7. Dezember 2017, 09:35

Moin,
Leider kann ich deine Bilder nicht auswerten, da der Uploader fette Werbung drüber legt, die sich nicht wegklicken lässt. :roll:

Unterdruckschläuche sind natürlich immer (un)lustig, da man das nicht immer auf den ersten Blick sieht.
Schlauchschellen die an der Umgebung scheuern - wie auf dem 1. Bild!! sind auch klasse :-o egal ob Kabel oder Schlauch.

Ja, Ralf hatte mal ein Problem mit einem verschlissenen Drosselklappenpotti. Das hat er ganz gut beschrieben. Da ging es jedoch eher um Störungen bei der Gasannahme.
Das "sollte" bei deinen 125tkm eigentlich kein Problem sein. Ich tippe daher in den Bereich Regelung = wenn sich der Motor erwärmt = 15 km.
Was macht deine Temp.anzeige? Geht die bis in den mittleren Bereich? = Sensor / Kaltlauf-Umschaltung usw.

... oder eben Schläuche... mach den auf dem ersten Bild mal neu. Der war bei mir auch schon defekt.
Aber das war dann ein direktes Symptom und nicht erst nach xyz km.... genau weis ich es nicht mehr. Das ist schon paar Jahre her.

Tipp: ändere den Betreff oder ergänze das Kürzel 1E. Der Motor ist eh extrem selten und die Fragestellung ist eher global...

Gruß Jens DA -
1E mit 210tkm - davon 60tkm LPG
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Re: Leistungsabbruch bei konstanter Geschwindigkeit / Schläu

Beitragvon Hitten » Donnerstag 7. Dezember 2017, 15:53

Danke für eure Antworten!

An Herbert: Das Problem besteht schon seit Ende September. Da war noch nichts mit Eis. :grin: Als ich auf der Autobahn fuhr, so etwa 100 km/h fing er plötzlich an zu zuckeln. Inzwischen ist es so weit, dass ich hin und wieder das Gaspedal voll durchtreten kann und der LT erst nach 1-2 Sekunden wieder anfängt zu beschleunigen... Bei ner Kreuzung fängt man da dann schon mal an zu schwitzen.
Die absolute Verweigerung das Gas anzunehmen könnte doch eine zu magere Mischung oder ein fehlender Funke sein?

Der 1E ist mit Kat und elektonischer Einspritzung, das ist richtig. Laut meiner recherche auch einen Leerlaufregler, welchen ich inzwischen auch identifiziert habe. Habe gelesen, dass man den reinigen kann. Allerdings würde das ja nur Sinn machen, wenn das Ruckeln auch im kalten Motorzustand auftritt. In meinem Fall ruckelts erst bei halbwegs warmen Motor. (Doch Schläuche?)

Achja... das mit den Kilometern! Da hat der Händler mich gnadenlos um 100.000 Km verarscht. Habe leider viel zu spät ins Service Heft geschaut. Da standen dann plötzlich Einträge mit etwa 180.000 Km drinnen. Also vielleicht doch Drosselkappenpotti? (Das durchtreten vom Gaspedal und dessen fehlenden annahme, könnte passen?)
Also die Temperaturanzeige bleibt eher (immer) so im mittleren unteren 1/3 Bereich. Bis in die Mitte schafft es die Anzeige selten.
Den Schlauch auf dem ersten Bild habe ich schon vor einer Weile gewechselt, verändert hat sich dadurch nichts..

Wie funktioniert das denn mit dem Bremsreinigerspray genau? Zieht der Motor die Umdrehungen nur an, wenn man genau die Stelle trifft an der falsch Luft gezogen wird oder erhöhen sich die Umdrehungen generell?

Grüße und danke.

Überschrift werde ich gleich mal ändern.
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Re: Leistungsabbruch/Ruckeln mit 1E Motor

Beitragvon Thomas B aus LE » Donnerstag 7. Dezember 2017, 20:03

Hallo Boris,

Der 1E Motor ist ab Werk mit Digifant 1 bis 02.95 gebaut worden und so kann die Eigendiagnose
nur per Blinkcode-Ausgabe erfolgen.
Ab 3.95 wurde ein neues Steuergerät, J 169, Digifant 1.1, zur schnellen Datenübertragung verbaut,
indem auch ein Fehlerspeicher integriert wurde.
Ja, der 1E ist ein Einspritzer.
Als Fehlerquellen kommen wie auch bei den zur gleichen Zeit gebauten Motoren 2E beim Passat
mehrere Baugruppen in Frage.
Wie Du bereits beschrieben hast, Drosselklappenpotentiometer-G69 aber auch Geber für Saugrohr-G71,
Geber für Kühlmitteltemperatur-G62, Geber für Ansauglufttemperatur-G42 können für
diese Aussetzer verantwortlich sein. Die im Bild gezeigten Zündungsteile sehen doch gut aus,
jedoch kann man aus der Ferne kaum eine eindeutige Diagnose machen.
Leider ist es auch nicht möglich, bei diesem Modell mit der Digifant 1 eine Unterwegsdiagnose
per Auslesegerät, bei auftretenden Fehler durchzuführen.
Darüber hinaus kommt auch noch die Benzinversorgung in Betracht.
Am besten Du machst eine Checkliste und gehst systematisch vor.

Viele Grüße
Thomas
Thomas B aus LE
 
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Re: Leistungsabbruch/Ruckeln mit 1E Motor

Beitragvon Hitten » Donnerstag 7. Dezember 2017, 21:09

Hallo Thomas,

danke für die Infos. Damit kann ich vielleicht was anfangen.
Ich habe jetzt auch gleich mal die SuFu eingeschalten. So kann ich mir zumindest mal einen Eindruck verschaffen, wie die einzelnen Geberteile aussehen sollen und wo sie verbaut sein könnten.

Ich werde morgen mal alle Steckverbindungen zu den Gebern checken und säubern. Außerdem die Schläuche mit Bremsenreiniger absprühen.

Wie kann ich die Geber noch über Funktion überprüfen?

Guten Abend!
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Re: Leistungsabbruch/Ruckeln mit 1E Motor

Beitragvon justdoit » Donnerstag 7. Dezember 2017, 23:07

Wie kann ich die Geber noch über Funktion überprüfen?

Hm, dazu müsste man wohl die elektrischen Werte Ohm / Volt wissen ... da bin ich leider ganz raus mangels Unterlagen oder Erfahrung.
Finde den Thread aber spannend, da meiner auch ab und an komische Symptome hat = Gasannahme nach Schiebebetrieb.
Da tippen wir auch auf das DK-Potti. G-69

Gruß Jens
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Re: Leistungsabbruch/Ruckeln mit 1E Motor

Beitragvon Christian Anner » Freitag 8. Dezember 2017, 08:28

Solche Probleme hatte ich mal mit dem Ami, der hat auch ne Einspritzanlage, ähnlich der Digifant, da war es dann das DK-Poti dass an einer Stelle verschlissen war und dementsprechend dann dem Motor sonst was vorgegeben hat, da war der Motorlauf ähnlich bescheiden - aber wie gesagt, beim 1E ist das nur eine Vermutung, den Motor kenne ich leider nicht.
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Re: Leistungsabbruch/Ruckeln mit 1E Motor

Beitragvon Hitten » Freitag 8. Dezember 2017, 12:56

So, Hallo

ich bin jetzt mal alle Stecker durchgegangen, die am Motor verbunden sind. Kabel sehen in Ordnung aus und drckig sind sie auch nicht. Ein Kabel, habe ich gesehen, ist angebrochen. Aber auch "nur" die Isolierung.
Dann mal probe gefahren, ruckeln noch da.

Im Anschluss bei warmen Motor mit Bremsreiniger drüber gegangen. An einer Stelle hat, gaaanz leicht, angezogen.
Habe mal ein Bild gemacht und die Stelle an die ich gesprüht habe markiert.

Soll ich an der Stelle mal weiter suchen? Wie gesagt, der Leerlauf hat nur ganz leicht angezogen. Kann das schon eine so große Auswirkung haben?

Grüße
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Falschluft klein.jpg
Ist der Schlauch mit der Klemme, der unter die Schutzfolie geht
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Re: Leistungsabbruch/Ruckeln mit 1E Motor

Beitragvon Andreas Hüfner » Samstag 9. Dezember 2017, 17:39

026.JPG
026.JPG (104.16 KiB) 5935-mal betrachtet
Hallo Boris,

ich hatte mal das gleiche Problem. Zum Schluß sprang er nicht mal mehr an. Bei mir war es die Platine unter dem Verteilerfinger. Der Hallgeber(ich denke so heisst der) hatte auf der Platine die Leiterbahnen beschädigt. Anbei das Foto, nicht sehr scharf aber man die Riefen sehen. Nach dem austauschen lief er wieder wie ne eins.

Lieben Gruß Andreas
LT fahren verbindet auf die eine oder andere ART.
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Re: Leistungsabbruch/Ruckeln mit 1E Motor

Beitragvon Hitten » Sonntag 10. Dezember 2017, 17:10

Danke Andreas, werde ich mal überprüfen.

Habe unter dem rot markierten Schlauch mal weiter gesucht. Der dicke Schlauch der von der Abgasbrücke kommt war am anderen Ende ein wenig von seinem Platz gerückt, habe den wieder ordentlich plaziert. Weiterhin dreht der Motor an dieser Stelle etwas hoch.
Jetzt gerade noch mal gefahren, aber ohne Erfolg. Zuhause den Motor noch mals genauer mit Bremsenreiniger besprüht.
Währendessen ist mir aufgefallen, dass von unter der Abgasbrücke ein zischen zu hören ist. Das ist allerdings erst aufgetreten, als ich den Motor aus und nach etwa 1ner Minuten wieder anmachte.
Der rot markierte Schlauch führt unter der Abgasbrücke hindurch. Motor also ausgemacht, den Schlauch an beiden Enden abgezogen und durch die Abgasbrücke durch gezogen (Schwerfällig natürlich und auch nicht ganz durch). An einigen Stellen ist er etwas dünn, Löcher oder poröse Stellen konnte ich aber nicht entdecken. Auch mit dem Bremsenreiniger, im angeschaltenem Zustand war keine Veränderung der Drehzal zu erkennen.

Habe mal über dieTeilnummer nach einem Ersatzschlauch geschaut und das hier gefunden:
https://www.amb-trade.de/part/073133604/32-VW/

Hierbei möchte ich noch ein mal anmerken, dass ich bei einer Werkstatt war, die mir an der Ansaugbrücke alle Dichtungen erneuert hat! (Hoffentlich)

Kommende Woche sollte das Messgerät ankommen. Dann werde ich mal die Spannung für die Geber überprüfen. Weis jemand, an welchen Stellen die bei der ZE ankommen? (Vorausgesetzt die kommen da überhaupt an..)
Oder gehe ich da einfach nach den Farben die hinten wieder ankommen? :grin:

Den DK-Potti finde ich wo genau? Bzw. die Drosselkappe? Die würde ich mir gerne mal nach Dreck und Verschleiß anschauen.

Grüße! und...

..ich bin übrigens aus Freiburg, falls jemand mal in der Gegen ist und Lust und Zeit hat mir unter die Arme zu greifen ;-)

EDIT: Bezüglich der DK bin ich fündig geworden.
https://autopartmaster.com/de/?action=catalog_show&cat=vw&t_id=60611&added_=volkswagen%20lt,%20lt%204x4%201995
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Re: Leistungsabbruch/Ruckeln mit 1E Motor

Beitragvon Hitten » Samstag 20. Januar 2018, 22:38

Hallo LT-Freunde,

ich melde mich mal wieder zu Wort.
Heute hatte ich ein Treffen mit einem Mitarbeiter, der zuvor KFZler gewesen ist. Wir haben uns heute den Motor angeschaut und nach falsch Luft gesucht. Falsch Luft hat er schlussendlich ausgeschlossen. Außerdem hat er mir empfohlen noch mal zu der Werkstatt zu gehen, bei der ich gewesen bin. Denn an dem Problem hat sich wie zuvor nichts getan, nur mein Geldbeutel um 600€ leichter. Ich soll quasi auf meine "Garantie" zurück greifen.

Ich wollte hier jetzt einfach noch ein mal bei euch nachfragen, ob es sinnvoll wäre auf "gut Glück" die Geber aus zu tauschen. Und falls das Problem immer noch besteht, dann zur Werkstatt?

Das wäre ein mal der DK-Potti:
https://www.daparto.de/Teilenummernsuche/Topran/112194?kbaTypeId=20585

und ein mal der Kühlmittelsensor:
https://www.daparto.de/Teilenummernsuche/Febi-Bilstein/34762?kbaTypeId=20585

Wi ich mir nicht sicher bin ist bei dem Ansauglufttemperatur-G42 und der Saugrohr-G71. Hat dazu jemand vielleicht noch Infos?
Das einzige was ich zu den Gebern finde wäre z.B das hier für den G-71 https://www.ebay.de/i/331030600751?chn=ps

Ich Grüße.

EDIT: Jetzt habe ich noch mal eine Nacht über die ganze Sache schlafen können. Da man per Blinkcode die Geber auf Funktion prüfen kann, werde ich die Tage einen Termin bei der Werkstatt machen, bei der ich bereits gewesen bin. Die sollen mir einen günstigen Preis anbieten, da das Problem ja noch nicht behoben ist, ich aber bereits dafür bezahlt habe. Schließlich sagten sie zu mir, dass das Problem nun behoben ist. Wenn die was finden ist ja gut, dann kann ich den bestimmten Geber kaufen uns selbst wechseln. Wenn nicht, dann muss halt weiter gesucht werden. Ich melde mich, wenn es etwas neues gibt..
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Re: Leistungsabbruch/Ruckeln mit 1E Motor

Beitragvon Hitten » Dienstag 6. Februar 2018, 16:27

Hallo Leute,

ich war jetzt bei der ein oder anderen Werkstatt. So wie es aussieht, haben sie all ihre Geräte, mit denen man damals das Steuergerät ausgelesen hat, entsorgt. (Ob ihr es glaubt oder nicht. Ich musste fast schon lachen, als der Mann von einer der Werkstätten mit dem Tablett vor mir Stand und sagte: "Wir können mit dem STG keine Verbindung aufbauen") :lol: :roll:
Nebenbei: den Temperatursensor habe ich gewechselt, ohne Erfolg. Da er aber doch recht günstig ist, habe ich es einfach mal probiert.

Ich möchte jetzt das Steuergerät selbst auslesen. Ich habe den Reperaturleitfaden für die Gemischzubereitung zur Hand. Dort wird beschrieben, wie man das Digifant 1 auslesen kann. In diesem ist solch eine schöne Zeichnung vorhanden:

DSCN3807.JPG
DSCN3807.JPG (105.83 KiB) 5112-mal betrachtet


Meine Frage nun dazu:

In dem Buch sind bestimmte V.A.G. Mesleitungen angegeben, z.B "Meßhilfsmittel-Set V.A.G. 1594, wie auf dem Bild zu sehen.
Kann mir jemand sagen, ob das besondere Leitungen sind die bestimmte Wiederstandswerte haben oder kann ich da auch zu ganz normalen Lamellen Messleitungen greifen?

https://www.voelkner.de/products/142/SKS-Hirschmann-Messleitung-Lamellenstecker-4mm-Lamellenstecker-4-mm-0.25m-Schwarz-CO-MLN-25-1.html

Die Messleitungen würde ich dann so wie auf dem Bild beschrieben zusammenhängen und dann mit der Diodenprüflampe den Blinkcode ablesen. Die Diodenprüflampe ist nun natürlich auch eine ganz bestimmte. Aber geht da auch eine die im Netz als Diodenprüflampe beschrieben wird?

https://www.ach-shop.com/bgs-dioden-prueflampe-3-48-volt-mit-led-anzeige-723

So würde jetzt mal mein Versuchsaufbau aussehen. Falls jemand dazu Erfahrungsberichte hat, ich bin allzeit offen dafür!

Schönen Tag und ihr hört von mir ;)
Hitten
 
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Re: Leistungsabbruch/Ruckeln mit 1E Motor/Digifant 1

Beitragvon justdoit » Samstag 10. Februar 2018, 21:57

Moin.

In FB gibt es ein LT Gruppe in der genau solch ein Nachbau vor kurzem Thema war.
Evtl hilft dir die eine oder andere Info.

Ich habe heute mittag mit Ralf 1E, d.h. er hat dankenswerterweise an meinem Dicken diverses durchgemessen und geprüft.
Er selbst hat schon viel an seinem 1E geprüft /getauscht - siehe Wiki > Drosselklappenpotti tauschen. Dazu gibt es auch einen Thread bzgl. des Anlernen.
Nebenbei erwähnte er auch einen ominösen Massepunkt/ Verbindung die sich, lt. Stromlaufplan, innerhalb des Kabelbaums befindet.
Das untersucht er demnächst an einem Kabelbaum den er seit ein paar Tagen zur Verfügung hat.
Erwähnenswert ist wohl auch die Zündspule, die bei Landstrassenbetrieb "untertourig" gut einen auf die Mütze bekommt, genau im Regelbereich,
und daraus mögliche Fehlerquelle herleitet und heiße Benzinleitungen.
Ich gebe das mal so aus dem Kopf heraus wieder. Daher nehmt bitte "Begriffe" nicht als von ihm so gesagt. Ich bin Laie was das angeht ;-)

btt.
Er hat eine Prüflampe als Eigenbau, die wir an die beiden Stecker oberhalb der ZE angeklemmt haben.
Kontrolliert habe wir: Massepunkt unterhalb des Steuergerätes,
Stecker vom Steuergerät abgezogen, Schlüssel auf Zündung: Werte von Temp.sensor, Drosselklappenpotti, usw.,
Das DKpotti haben wir während des Betätigen gemessen (langsam aufmachen) d.h. die Werte auf Sprünge während der Messung geprüft.
div. Stecker auf Beschädigung der Kabel, Schlauchverbindungen des Unterdruckschlauches zum Steuergerät,
Dazu hat er Notizen und Auszüge aus dem Handbuch mit Werten zum kontrollieren.

Fehler gab es beim Auslesen nur für den Temperatursensor. Aber eher ein alte Meldung. Mein 1E scheint wohl gesund zu sein.
Das Fahrverhalten muss ich aber weiter beobachten, da der Fehler ruckeln bei Gasannahme nach Schiebebetrieb / Gefälle, immer nur sehr selten auftritt.


Gruß Jens DA
justdoit
 
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Re: Leistungsabbruch/Ruckeln mit 1E Motor/Digifant 1

Beitragvon Hitten » Donnerstag 15. Februar 2018, 12:55

Hallo Jens,

danke für die Infos. Die Zündspule hatte ich vor zwei Monaten etwa mal getauscht. An undichte Benzinleitungen habe ich auch schon gedacht, wäre auch eine Möglichkeit zu dem hohen Spritverbrauch..
Allerdings kann der auch mit anderen Faktoren zusammen hängen.

Das mit dem Steuergerät auslesen habe ich jetzt mal auf meine bereits beschrieben Art und Weise gemacht, allerdings kam da nichts bei rum, Die LED der Diodenprüflampe blieb aus. Ich habe jetzt mal die Spannung an den Diagnosesteckern geprüft. Die Spannung springt extrem hin und her und kommt dabei selten mal auf die Volt Ebene (Springt zwischen mV und V). Hat jemand eine Ahnung wie viel Volt dort an den Leitungen anliegen sollten (mind. 11V?)

Die Schlauchverbindung zum Steuergerät muss ich auch mal noch checken!

@Jens: Wenn du deinen LT warm fährst, ihn dann aus- und dann wieder einschlatest, hast du das Gefühlt, dass er gerade so noch anspringt?
Seit etwa 2 Wochen ist das bei mir so.. Er fährt dann erst ein mal besonders schlecht. So nach nach zwei Minuten einfahren geht es dann wieder besser. In dieser Zeit ist dann die Gasannahme arg zu bemängeln.

Diese Prüflampe vom Ralf hätte ich auch gerne mal :grin:

Grüße Boris
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Re: Leistungsabbruch/Ruckeln mit 1E Motor/Digifant 1

Beitragvon Hitten » Donnerstag 5. April 2018, 21:47

Hallo an Alle!

Seit dem letzten mal, dass ich mich gemeldet habe ist viel Zeit vergangen. In der Zeit wurde an meinem LT auch viel herum gedocktert, nur leider mit mäßigem Erfolg.
In einer Werkstatt die sich mit der Digifantsteuerung ein wenig auskennt, konnte ich endlich mal den Fehler auslesen lassen. Im selben Schwung habe ich Hallgeber, Benzinpumpe und Leitung und Zündkerzen checken lassen. Bei den zuletzt beschriebenen Sachen war wohl alles dicht und okay.
Das Steuergerät hatte allerdings einen Fehlercode ausgegeben: Saugrohrsensor.
Hier im Forum habe ich mich dann per PN um ein "neues", gebrauchtes Steuergerät bemüht (Der Sensor ist ja auf dem STRG verbaut).
Danach ruckelig wie vorher Probegefahren. Noch mal Fehler auslesen lassen: Kühlmittelsensor.
Den also auch noch mal gewechselt, den hatte ich schon mal getauscht, war aber leider nicht der richtige... Naja, das Stottern bei Last, im Leerlauf und bei konstanter Geschwindigkeit (Teillast??) blieb weiterhin.
Danach auch kein neuer Fehler im Steuergerät.

Die Werkstatt sagt nun, dass mein LT sehr wahrscheinlich von irgendwo Falschluft zieht, sie es aber nicht lokalisieren können. Oder so etwas in der Art.
Wie seht ihr das?

Hier noch mal die aktuellen Symptome des LTs:
- fängt bei sobald teils warmgefahrenen Motor an zu ruckeln (Teillast und Volllast)
- im Leerlauf geht er fast aus und manchmal sogar aus
- zuletzt ging die Batterieleuchte an, obwohl der Motor noch in Betrieb war (nach einem Stoß auf das Gaspedal ging die Leuchte wieder aus. Kenne ich sonst nur beim Starten vom Motor. Lichtmaschine und so)
- extrem hoher Spritverbraucht (max. 280Km statt 400Km!)

Den Symptomen zu urteilen hört sich das tatsächlich nach Falschluft an, kann es aber z.B auch an einer kaputten Lambda-Regelung liegen die nicht im STRG hinterlegt ist? Scheint öfter mal zu passieren, stimmt das?

Freue mich auf Rückmeldung!

Grüße Boris
Hitten
 
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Re: Leistungsabbruch/Ruckeln mit 1E Motor/Digifant 1

Beitragvon MaBu-Liner » Freitag 6. April 2018, 19:32

Hitten hat geschrieben:Hallo an Alle!

Seit dem letzten mal, dass ich mich gemeldet habe ist viel Zeit vergangen. In der Zeit wurde an meinem LT auch viel herum gedocktert, nur leider mit mäßigem Erfolg.
In einer Werkstatt die sich mit der Digifantsteuerung ein wenig auskennt, konnte ich endlich mal den Fehler auslesen lassen. Im selben Schwung habe ich Hallgeber, Benzinpumpe und Leitung und Zündkerzen checken lassen. Bei den zuletzt beschriebenen Sachen war wohl alles dicht und okay.
Das Steuergerät hatte allerdings einen Fehlercode ausgegeben: Saugrohrsensor.
Hier im Forum habe ich mich dann per PN um ein "neues", gebrauchtes Steuergerät bemüht (Der Sensor ist ja auf dem STRG verbaut).
Danach ruckelig wie vorher Probegefahren. Noch mal Fehler auslesen lassen: Kühlmittelsensor.
Den also auch noch mal gewechselt, den hatte ich schon mal getauscht, war aber leider nicht der richtige... Naja, das Stottern bei Last, im Leerlauf und bei konstanter Geschwindigkeit (Teillast??) blieb weiterhin.
Danach auch kein neuer Fehler im Steuergerät.

Die Werkstatt sagt nun, dass mein LT sehr wahrscheinlich von irgendwo Falschluft zieht, sie es aber nicht lokalisieren können. Oder so etwas in der Art.
Wie seht ihr das?

Hier noch mal die aktuellen Symptome des LTs:
- fängt bei sobald teils warmgefahrenen Motor an zu ruckeln (Teillast und Volllast)
- im Leerlauf geht er fast aus und manchmal sogar aus
- zuletzt ging die Batterieleuchte an, obwohl der Motor noch in Betrieb war (nach einem Stoß auf das Gaspedal ging die Leuchte wieder aus. Kenne ich sonst nur beim Starten vom Motor. Lichtmaschine und so)
- extrem hoher Spritverbraucht (max. 280Km statt 400Km!)

Den Symptomen zu urteilen hört sich das tatsächlich nach Falschluft an, kann es aber z.B auch an einer kaputten Lambda-Regelung liegen die nicht im STRG hinterlegt ist? Scheint öfter mal zu passieren, stimmt das?

Freue mich auf Rückmeldung!

Grüße Boris


Welcher Kühlmittelsensor wurde da genau getauscht ? Der blaue?!

Bei dem Spritverbrauch würde ich die Lambdasonde zuerst tauschen. Diese ist bei den Digifant Motoren oft ein Problem. Allerdings hat man bei einer defekten Lambda Sonde eingentlich diese ruckelei nicht als Fehler. Das mit der Falschluft lässt sich doch mit Bremsenreiniger und etwas Geduld relativ einfach einkreisen.
Zieh doch mal die Lambdasonde ab und fahr einige Kilometer und schau ob sich was ändert.

Zum Kühlmittelsensor: Wenn der blaue getauscht worden ist, weil vorher der falsche drin war ist es möglich, dass die Zündeinstellung nun völlig daneben ist. Zündung und Standgas müssen bei der Digifant mit abgezogenem TempSensor eingestellt werden. Wenn der wieder aufgesteckt wird, regelt das STG dann erst nach und läuft richtig. Anleitung hab ich hier auch schon einmal gepostet.
Wenn Du ein anderes STG hast einbauen lassen, würde ich Zündung und Leerlauf dennoch nochmal einstellen lassen.

Von anderen Digifant Motoren weiß ich, das der Zündverteiler öfter mal mucken macht, der Benzindruckregler sollte auch mal ins Auge gefasst werden und das Relais der Benzinpumpe hat im Golf, Passat, Corrado und Co öfter mal eine kalte Lötstelle, die Deine Probleme auch auslösen könnte.

Gruß
Oliver
MaBu-Liner
 
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Re: Leistungsabbruch/Ruckeln mit 1E Motor/Digifant 1

Beitragvon Hitten » Sonntag 8. April 2018, 12:22

Hallo Oliver,

ja, es ist der blaue Temp. Sensor gewesen der gewechselt wurde und von mir vorher falsch (ein schwarzer Temp. Sensor) eingebaut wurde...
Ich habe das Handbuch zur Gemischzubereitung zur Hand und werde demnach das Steuergerät neu einlernen. Da man dafür aber bestimmte Drehzahlen brauch, kommt bald erst ein mal ein Drehzahlmesser ins Amaturenbrett.
Du schreibst jetzt schon ausschließlich von der Grundeinstellung der Digifant und nicht von der "mechanischen" Zündeinstellung des Zündzeitpunktes oder?

Bezüglich des Benzindruckreglers habe ich mal die Suchfunktion benutzt und bin auf das hier gestoßen:
Die Kraftstoffpumpe erzeugt den Druck, der vom Systemdruckregler (Benzindruckregler) begrenzt wird. Wenn der Motor abgestellt wird, soll der Druck erhalten werden. Fällt er sofort ab, gibt es Heißstart-Schwierigkeiten.

Jetzt habe ich tatsächlich immer wieder das selbe Phänomen bei meinen LT im warmen Zustand. Wenn ich ihn starte, hört es sich so an, als würde er gleich wieder aus gehen. Lasse ich dann den Schlüssel los, bleibt er aber doch an und ich kann los fahren.
Passt irgendwie ganz gut, aber vielleicht sind die Startschwierigkeiten bei warmen Motor auch nur ein Teil von der ganzen Problematik. Meine Symptome treten ja alle meist nur bei warmen Motor ein.

Das Relais von der Benzinpumpe ist auf der ZE zu finden? Welches ist es dort denn genau?
Und meinst du kalte Lötstellen an der ZE oder direkt am Relais?

Das mit der Lambdasone mache ich, sobald ich die Digifant, hoffentlich richtig, wieder eingestellt habe. Dann kann ich die nämlich schon mal ausschließen.

Grüße Boris
Hitten
 
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Re: Leistungsabbruch/Ruckeln mit 1E Motor/Digifant 1

Beitragvon Strandmann » Sonntag 8. April 2018, 19:09

Hallo Boris, hallo Jens,

Ich kenne zwar den 1e Motor nicht, habe aber in meinem T3 einen PF oder PE umgerüstet. Der hat auch ne Digifant Steuerung und hatte ein ähnilches Problem. Fühlte sich an, als würde sporadisch die Spritzufuhr unterbrochen (Schubabschaltung). Tatsächlich hat (zumindest meine) Digifant nen Teillastschalter, der genau diese Schubabschaltung regelt. Bei mir war der Stecker an diesem Schalter korodiert. Bisschen sauber gekratzt, spritzer Ballistol rein und lief wieder!
Boris, du sagst, du hast alle Kabel und Stecker geprüft: DIESER versteckt sich unterhalb der Mechanik/Klappe wo der Gaszug endet und war zumindest bei mir nur von unten zugänglich. Da müsste ein Mikroschalter sitzen, der bei Leerlauf und Volllast geschaltet wird. Check das mal.
Viel Erfolg, vielleicht hilft's ja.

Grüße, Stefan
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Re: Leistungsabbruch/Ruckeln mit 1E Motor/Digifant 1

Beitragvon MaBu-Liner » Sonntag 8. April 2018, 21:54

Hitten hat geschrieben:Hallo Oliver,

ja, es ist der blaue Temp.
Du schreibst jetzt schon ausschließlich von der Grundeinstellung der Digifant und nicht von der "mechanischen" Zündeinstellung des Zündzeitpunktes oder?

Das Relais von der Benzinpumpe ist auf der ZE zu finden? Welches ist es dort denn genau?
Und meinst du kalte Lötstellen an der ZE oder direkt am Relais?

Grüße Boris


Moin,

so, da nun erst der blaue Sensor drin ist, musst Du auf alle Fälle den ZZP neu einstellen.

Folgenrdermaßen wird das bei eigentlich allen Digifant Modellen gemacht.

mindestens 80 Grad Öltemp
Motor starten
Stecker vom blauen Temp-Sensor abziehen
Motor 3 mal hintereinander über 3000 U/min drehen, jetzt ist das STG im "Lernmodus"
den Motot nun auf 2500 U/min drehen dabei die Kerbe auf der Welle mit der ZZP Pistole anblitzen und mittels verdrehen des Zündverteilers auf 7 Grad vor OT (oder den passenden Wert laut Handbuch) einstellen. Wichtig ist dabei die drezahl möglichst auf 2500 U/min halten.
Wenn der ZZp dann passt den Stecker wieder auf den blauen Sensor.
Nochmal anblitzen, jetzt sollte die Zündung ca 20 Grad "verstellt" sein. Das ist das Zeichen, dass das STG nun den richtigen Wert hat.

WICHTIG: Das einstellen sollte schnell gehen, denn bei dieser Prozedur wird der Motor und das Abgas extrem heiss.


Die kalte Lötstelle bezieht sich auf das Relais. Wo genau das beim LT sitzt weiss ich aber nicht aus dem Kopf, es ist wie gesagt bei anderen VW Modellen oft eine Fehlerquelle die deiner Beschreibung am ehsten nahe kommt.

Gruß Oliver
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Re: Leistungsabbruch/Ruckeln mit 1E Motor/Digifant 1

Beitragvon Hitten » Dienstag 10. April 2018, 15:04

Danke für die Einstellbeschreibung. Das mit den 20° nach OT ist gut zur Überprüfung. Sind die 20° nach OT der Messwert im Leerlauf oder bei 2500 Umdrehungen?
Ich vermute allerdings, dass du zwei verschieden Sachen vermischt. (Ich hoffe ich bin jetzt nicht unhöflich!)
Ein mal wird der Zündzeitpunkt verstellt/eingestellt und ein mal wird das STG in seine Grundeinstellung gebracht und neu eingelernt.
Die Erhöhung der Drehzahl auf über 3000 wird nur gebraucht, um das STG in die Grundeinstellung zu bringen. So wie du es auch beschrieben hast. Für die Einstellung des Zündzeitpunktes brauch man dies aber wohl nicht zu tun.

Ich stütze mich hier ausschließlich auf das Handbuch und lasse mich gerne eines besseren belehren. Denn den Zündzeitpunkt oder Sonstiges eingestellt habe ich noch nie!

Das Relais behalte ich im Hinterkopf. Wenn sich nach der Einstellerei nichts ergeben hat, werde ich mir das genauer anschauen.

Grüße Boris
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Re: Leistungsabbruch/Ruckeln mit 1E Motor/Digifant 1

Beitragvon MaBu-Liner » Dienstag 10. April 2018, 19:32

Hitten hat geschrieben:Danke für die Einstellbeschreibung. Das mit den 20° nach OT ist gut zur Überprüfung. Sind die 20° nach OT der Messwert im Leerlauf oder bei 2500 Umdrehungen?
Ich vermute allerdings, dass du zwei verschieden Sachen vermischt. (Ich hoffe ich bin jetzt nicht unhöflich!)
Ein mal wird der Zündzeitpunkt verstellt/eingestellt und ein mal wird das STG in seine Grundeinstellung gebracht und neu eingelernt.
Die Erhöhung der Drehzahl auf über 3000 wird nur gebraucht, um das STG in die Grundeinstellung zu bringen. So wie du es auch beschrieben hast. Für die Einstellung des Zündzeitpunktes brauch man dies aber wohl nicht zu tun.

Ich stütze mich hier ausschließlich auf das Handbuch und lasse mich gerne eines besseren belehren. Denn den Zündzeitpunkt oder Sonstiges eingestellt habe ich noch nie!

Das Relais behalte ich im Hinterkopf. Wenn sich nach der Einstellerei nichts ergeben hat, werde ich mir das genauer anschauen.

Grüße Boris


Hallo

Zur korrekten einstellung von Zündung und Leerlauf muss bei allen Digifantmotoren der "Anlernmodus" des Steuergeräts hergestellt werden, das betrifft sicher auch den 1E im LT. Man macht das, damit das STG nicht irgendwas versucht nachzusteuern, während da irgendwas gedreht oder gestellt wird. Selbst die Lambdareglung ist im "Anlernmodus" abgeschaltet, damit auch wirklich der "Ist-Zustand" in den "Soll-Zustand" gebracht wird ohne verfälschungen oder korrekturen durch das STG.
Also immer 3 mal über 3000U/min drehen mit abgezogenem Stecker vom blauen TempSensor.
Machst Du das nicht, kannst Du dir das einstellen sparen, weil es dann einfach nicht passt.
Das ist wirklich wichtig, ich hab eigentlich alle Digifant Motoren schon mal in der Werkstatt gehabt. Alle mussten so eingestellt werden, sonst funktionierte der ganze Kram nicht. Auch muss man zuerst die Zündung einstellen, dann den Leerlauf und zum Schluss CO.

Die Zündung sollte dann immer in einem Drehzahlbereich von rund 2500 U/min eingestellt werden. Wenn das erledigt ist, im Leerlauf den blauen Stecker aufstecken, dann verdreht sich die Zündung durch das STG wieder um ca. 20 Grad. Das kannst Du dann im Leerlauf anblitzen.

Gruß Oliver
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