Blattfedern binnen Stunden hinüber?

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Blattfedern binnen Stunden hinüber?

Beitragvon dodl » Montag 8. Januar 2018, 09:56

Morgen,

Also nein, ich glaub natürlich nicht, dass die Federn schlagartig durch sind :-)
Dennoch kann ich mir nicht erklären, warum meine Zusatzfedern (Bulleneier) plötzlich 1cm über den Pralltellern sind, obwohl da 2 Stunden vorher noch eine Handbreit Platz war?
Kann leider derzeit keim Foto liefern, weil das Auto 60km weg steht. Komm erst wieder am Wochenende hin...
Hat da wer ne Idee dazu? Auto ist natürlich nicht nachträglich beladen oder betankt worden. Ist bis auf 2 Sitzbänke leer.

danke
martin
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Re: Blattfedern binnen Stunden hinüber?

Beitragvon Waldfahrer » Montag 8. Januar 2018, 11:08

Servus Martin,

vielleicht "kleben" Deine Federpakete durch Rost etwas zusammen?
Es wird öfters empfohlen, zwischen den Lagen zu fetten (zB. mit MS-Fett).
Vorteil "Weicheres" Federungsverhalten, Korrosionsschutz
Nachteil: Dann klebt sich auch Schmutz/Sand besser an. Dagegen wird wiederum Umwickeln mit Fettband empohlen.
Ich habe aber keine Erfahrungen damit.

Gruss Josef
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Re: Blattfedern binnen Stunden hinüber?

Beitragvon dodl » Montag 8. Januar 2018, 11:15

Hm, das könnte wohl sein.
Also Auto hoch, damit das entlastet ist und Fett rein?
Dann nehm ich mir das mal für Sonntag vor.

danke
martin
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Re: Blattfedern binnen Stunden hinüber?

Beitragvon tiemo » Montag 8. Januar 2018, 12:48

Moin Martin!

Was war denn vorher mit dem Auto gemacht worden? Irgendwelche Reparaturen?
Eine neu eingebaute Federung "setzt" sich auf den ersten km immer etwas.

Außerdem haben Blattfedern immer etwas "stehende Reibung". Das heißt, bei gleicher Last bleibt das Auto etwas höher stehen, wenn du es (mit der Hand) am Radkasten anhebst und wieder loslässt,, und etwas tiefer, wenn du es herunter drückst. Das kommt, weil die Blattfederlagen aufeinander gleiten, wenn sich ihre Krümmung verändert, und bei mechanischer Reibung (etwa im Gegensatz zur hydraulischen) die stehende Reibung einen höheren Wert als die gleitende Reibung hat.
Was auch eine Rolle spielt, ist, wenn das Auto an einer Steigung bzw. Gefälle abgestellt ist. Dadurch, dass der Schwerpunkt höher liegt als der Drehpunkt, um den das Auto "nickt", wenn es hinten aus- und vorne einfedert, ergibt sich ein Nickmoment. Daher steht es an einer Steigung hinten stärker eingefedert als in der Ebene oder an einem Gefälle.

Gruß,
Tiemo
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Re: Blattfedern binnen Stunden hinüber?

Beitragvon dodl » Montag 8. Januar 2018, 13:38

Grüße!

An der Hinterachse wurde nichts gemacht. Das Einzige war eine 60km Fahrt auf ganz normaler Strasse. Und jetzt steht er flach und gerade in einer Garage.
Zuerst dachte ich, dass ich ihn hinten runtergezogen habe. Beim rumreversieren in den garten könnte ich ja mal mit angezogener Handbremse weg sein. Hab ich gestern geöffnet, aber er bleibt unten.
Ich mein, er steht immer noch hinten höher als vorne. Hab mir jetzt den Beitrag im Wiki rausgesucht und messe das am Sonntag nach.
Vielleicht werd ich ja 2 Monate vor der Überprüfung auch nur paranoid :grin: :TÜV

cu
maritn
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Re: Blattfedern binnen Stunden hinüber?

Beitragvon diesel3 » Montag 8. Januar 2018, 18:03

Die Sache mit dem Fettband habe ich probiert - keine gute Sache.
Beim Galloper (=Mitsubishi Pajero L040) zwar, aber im Prinzip das Gleiche.

Das Fettband drumzuwickeln ist das eine, aber das Fettband muss sehr viel "arbeiten", um mit dem Federpaket mitzukommen beim ein- und ausfedern.
Vor allem Verschränkung macht es schwierig.

Ergebnis ist, dass das Fettband irgendwo reißt und sich als "Wassertasche" um deine Federn legt.

Besser: Ganz ausfedern und Motorradkettenspray dazwischen. Das hält einige Zeit und sammelt nicht so viel "Dreck" auf.

Gruß

Hendrik
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