Unser LT31 Karmann in Bayern

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Unser LT31 Karmann in Bayern

Beitragvon JS2017 » Freitag 10. November 2017, 22:19

Hallo!

Seit gestern sind wir Besitzer von einem LT31 Karmann Distance Wide BJ 1993. Spannende Sache!
Nicht nur für uns beide, auch unsere zwei Kleinkinder sind ganz begeistert.

Wir haben zwei Probefahrten gemacht (einmal mit und einmal ohne Kleinkinder) und uns dabei durch die Checkliste gearbeitet. Vielen Dank noch dafür!! :doppel_top:

Bei dem LT wurde noch vor dem Verkauf einiges erneuert. Glühkerzen, Zahnriemen, Keilriemen, Öldruckschalter (uns war die blinkende Öldrucklampe aufgefallen) usw. Die letzen 10 Jahre war er im Besitz von einem Rentner-Ehepaar, die sehr viel in der Werkstatt machen ließen. Ob ich das nun positiv oder negativ werten soll, weiß ich nicht genau. :-? Wir möchten in Zukunft soweit es möglich ist, alles selber machen. Technisches Verständnis ist vorhanden, kleine Erfahrungen beim Basteln und Schrauben auch. Am meisten setzen wir aber auf die Anleitungen und Erfahrungen, die man hier im Forum nachlesen kann.

Gestern dann die Heimfahrt. Nur knapp mehr als 100 km Strecke auf der Autobahn. Aber eben das erste mal mit ihm auf der Autobahn. ... Eine Eigenheit, die uns deshalb bisher nicht aufgefallen ist ist eine hüpfende Tachonadel. Bis 80 km/h war alles normal. Aber wenn ich mich der 90 nähere, hüpft die Tachonadel zwischen 80 und 100 herum. Dann wird sie irgendwann auch wieder still. Was kann das sein? Gibt es ein schlimmeres Szenario als irgendein schlechter Steckkontakt oder eine defekte Tachowelle?

Eine zweite Sache ist am Drehzahlmesser. Warum springt der oft erst an, wenn der LT mal Vollgas spürt?

Liebe Grüße aus Südbayern,

J&S
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Re: Unser LT31 Karmann in Bayern

Beitragvon skinnymalink » Samstag 11. November 2017, 01:24

Herzlichen Glückwunsch zum Wohnmobilkauf! :FREU:

wir sind auch relativ frische (seit Mai) Besitzer eines großen Bimobil auf LT45 Basis.
Auch unseren Womo stammten einen älteren Ehepaar und dann ein jüngeren Besitzer vor uns. Ich lese aus der Fahrzeughistorie heraus, dass sie es gut gewartet haben hatten aber eben viel Zeit es intensiv zu nutzen ;-)
Ich habe viele Mängel behoben, die mir bekannt waren als ich das womo kaufte und es sind Mängel aufgetaucht die mir beim kauf nicht aufgefallen waren und dann sind noch einige Mängel frisch dazu gekommen. Dabei ist der Gesamtzustand eigentlich gut. Mann bei der große und alter solche Maschinen sich auf einiges befasst mache wobei das auch eine Frage der Einstellung ist womit man leben kann. Man findet zum Glück für jedes Problem Infos, Anleitung und Fachmeinung hier und anderswo dazu. Bisher belohnte der LT die Investitionen und das basteln mit Fahrspaß und tolle Reiseerlebnisse.

Das Problem mit der Tacho ist mir nicht geläufig aber ich weiß dass es normal ist das die Drehzahlmesser erst anspringt wenn die Ladekontrolllampe erlischt. Es gibt glaube ich eine Anleitung im Wiki wie man ein Widerstand parallel zur Lampe schließt damit sie schneller ausgeht, das laden beginnt und die Drehzahlmesser gleich anspringt.

Viel Spaß mit dem DW
Phelim
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Re: Unser LT31 Karmann in Bayern

Beitragvon tiemo » Samstag 11. November 2017, 03:49

Hi!

Das steht leider erst bedingt im Wiki. Ich habe es in den beiden Foren gepostet, siehe
http://www.lt-forum.de/forum/messages/148332.htm, wo ich genauer auf die Ursachen eingehe, und
http://www.lt-freunde.de/forum/viewtopic.php?f=99&t=17638&p=94411.
Die Schaltung mit dem Widerstand ist dann noch im Wiki beim LED-Umbau erwähnt:
http://www.lt-forum.de/dokuwiki/doku.php?id=start:aus_umbauanleitungen:led-cockpit
Und schließlich noch die allgemeine Beschaltung der Batterie-Kontrolllampe:
http://www.lt-forum.de/dokuwiki/doku.php?id=start:aus_umbauanleitungen:wohnmobilausbau:wohnmobilelektrik:trennrelais#stromlaufplan
und des Drehzahlmessers:
http://www.lt-forum.de/dokuwiki/doku.php?id=start:reparaturtips:armaturen_schalttafeleinsatz#uebersicht_instrumentenschaltung.

Gruß,
Tiemo
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Re: Unser LT31 Karmann in Bayern

Beitragvon JS2017 » Samstag 11. November 2017, 16:08

Danke für die beiden netten und ausführlichen Anleitungen.

Der heutige Nachmittag steht erst mal im Zeichen der Entrümpelung. Von gebrauchtem Seifenstück bis Luft-Sitzkissen haben wir einiges gefunden :-P

Das mit dem Drehzahlmesser hört sich erst mal ungefährlich an. Und lässt sich scheinbar auch einfach lösen.

Die zitternde Tachonadel ist hoffentlich nix schlimmes. Da forschen wir noch nach, sodass wir im Fall eines Falles innerhalb von 6 Monaten Gewährleistung nochmal auf den Händler zurück kommen können. (Aber da normaler Verschleiss ausgeschlossen ist, ist es eh fraglich, was bei einem Auto mit Bj 1993 überhaupt in der Gewährleistung abgedeckt ist. :lol: )

Viele Grüße
JS2017
 
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Re: Unser LT31 Karmann in Bayern

Beitragvon tiemo » Samstag 11. November 2017, 17:43

Hallo,

das habe ich ja ganz vergessen:

Die schwankende Tachonadel könnte auf eine unglücklich verlegte Tachowelle zurückzuführen sein. Es ist halt eine bestimmte Geschwindigkeit, bei der die auch sonst vorhandenen, schwachen Schwankungen in Resonanz geraten und deutlich sichtbar werden. Meist ist die Welle irgendwo zu scharf gebogen, vorne unter dem Fahrerhaus oder am Reserveradhalter. Da muss man sie unter dem Auto mal möglichst entspannt zurechtruckeln.

Wie mit dem DZM nichts Schlimmes, im schlimmsten Fall würde die Welle kaputtgehen. Es gibt aber Firmen, die aus den alten Teilen wieder eine neue Welle bauen können, zB. Kaja-Tacho.

Gruß,
Tiemo
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Re: Unser LT31 Karmann in Bayern

Beitragvon Micha-Schrauber » Samstag 11. November 2017, 17:58

Hallo,

also ich habe die Erfahrung gemacht, wenn die Tachonadel schon mal anfängt zu zittern, dann ist die Seele meistens in absehbarer Zeit abgedreht.
In den Tachowellen befindet sich eigentlich kein Schmiermittel, aber Feuchtigkeit, und die Seele ist ja nur ein vielfach gewendelter Draht, bei dem nach und nach an kritischen oder verrosteten Stellen immer ein Dähtchen nach dem anderen bricht, bis alle durch sind. Der sich aufzwirbelnde Draht verhakt, und verursacht die Zuckungen.
Kenne das vom Motorrad, da dort die Tachowelle immer in Bewegung ist, bezw. leicht geknickt wird beim Einfedern der Gabel, und nach 20 Jahren ist die dann auch durch. :-?

Gruß,
Micha
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Re: Unser LT31 Karmann in Bayern

Beitragvon LT-Harry » Samstag 11. November 2017, 18:54

Servus ihr Südbayern
Erstmal Glückwunsch zu eurem Aquarium :grin:
(ist nicht böse gemeint, hab selber sowas)

Dann ist die Probefahrt wohl recht kurz ausgefallen, wenn ihr die tanzende Tachonadel erst auf der Heimfahrt bemerkt habt.

Gruß aus Franken
@Harry
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Re: Unser LT31 Karmann in Bayern

Beitragvon JS2017 » Montag 13. November 2017, 14:57

Danke für die neuen Antworten bzgl. Tachowelle. So etwas hatte ich schon gelesen, da gibt es ja hier im Forum auch eine Anleitung, wie die auszubauen ist und die nachgebaute Tachowelle eingezogen wird.

@HarryLT: Tja, wir haben uns bei der Probefahrt nicht auf die Autobahn verirrt und waren wohl eher noch etwas schüchtern beim Fahren. Der Umstieg von einem modernen Sharan auf den LT Bj.1993 ist gewöhnungsbedürftig. Da wollten wir nicht gleich einen Crash verursachen.
"Aquarium" sagst du wohl nicht wegen der Fenstergröße, oder? :-? Wir sind immer noch beim Putzen und Entdecken ... Unter dem vorderen fixen Polster im Alkoven fühlt es sich nach 2 Tagen Dauerregen feucht an. Morgen Abend gehen wir dem auf den Grund und hoffen keine allzu böse Überraschung zu erleben. viewtopic.php?f=19&t=12019&p=70079&hilit=polster+alkoven#p70079

LG
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