Startschwierigkeiten

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Startschwierigkeiten

Beitragvon Scouter » Freitag 22. November 2019, 11:37

LT28, Dieselmotor
Sobald ich den Zündschlüssel drehe, leuchten die Kontrollleuchten nur noch matt und aus dem Sicherungskasten ertönt ein "Dauersummen".
Das Fahrzeug verhält sich so, wie bei einer total leeren Batterie. Die Batterie ist laut Ladegerät voll geladen.
Leider ist das nicht bei mir passiert und wie ich dazukam, hatte mein Sohn bereits ein Relais von der Zentralelektrik abgezogen und bastelte daran herum.
Was kann das sein?
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Re: Startschwierigkeiten

Beitragvon Barney-Nord » Freitag 22. November 2019, 12:51

Moin

Vielleicht ein Massefehler oder die Batterie ist doch defekt.

Gruß
Barney
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Re: Startschwierigkeiten

Beitragvon schaettman » Freitag 22. November 2019, 15:16

Moin, vorglührelais wars bei mir....
Silberhochzeit ! Seit Oktober hab ich ihn 26 Jahre ;-)
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Re: Startschwierigkeiten

Beitragvon Barney-Nord » Freitag 22. November 2019, 17:49

schaettman hat geschrieben:Moin, vorglührelais wars bei mir....


Moin

Haben die Kontrolleuchten dann auch nur schwach geleuchtet ?

Gruß
Barney
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Re: Startschwierigkeiten

Beitragvon tiemo » Samstag 23. November 2019, 01:19

Hallo Scouter!

Scouter hat geschrieben:Sobald ich den Zündschlüssel drehe, leuchten die Kontrollleuchten nur noch matt und aus dem Sicherungskasten ertönt ein "Dauersummen".


Das ist ein Zeichen für Unterspannung an der Zentralelektrik. Entweder liefert die Batterie nicht genügend Spannung oder das Kabel zwischen Batterie und Zentralelektrik ist defekt, oder es liegt ein Kurzschluss in der Vorglühanlage vor.
Das Summen kommt daher, dass in schneller Folge Relais einschalten, durch den dann fließenden Strom die Spannung so weit einbricht, dass das Relais wieder abfällt, worauf die Spannung sofort wieder ansteigt, sodass das Relais wieder anzieht, der Vorgang wiederholt sich und man hört das schnelle Klicken als Summton.
Um den Kurzschluss in der Vorglühanlage auszuschließen, zunächst das Vorglührelais abziehen und den Startversuch wiederholen. Wenn dann alles einschließlich Anlasser funktioniert, nach dem Kurzschluss suchen. Das Relais ist das ganz große in der oberen Reihe, meist steht beim LT eine "60", eine "258" oder eine "102" auf der Kappe.

Scouter hat geschrieben:Das Fahrzeug verhält sich so, wie bei einer total leeren Batterie. Die Batterie ist laut Ladegerät voll geladen.


Wahrscheinlich hat die Batterie so gut wie keine Kapazität mehr, weil sie defekt ist. Dann steigt beim Laden die Spannung schnell auf den Endwert an und das Ladegerät meldet "fertig!". Jedoch fällt unter Last die Spannung auch ebenso schnell wieder ab. Ein Indiz kann eine Spannungsmessung an der Batterie, direkt an den Polen, bringen: Eine volle Batterie hat dort in Ruhe 12.6V. Wenn dieser Wert garnicht erst erreicht wird oder nach dem Einschalten und Wiederausschalten der Zündung die Spannung deutlich geringer ist, dann liegt es an der Batterie.

Wenn jedoch die Spannung an der Batterie stimmt und auch nach Einschalten der Zündung nicht unter 11.5V im eingeschalteten Zustand sinkt, gibt es eine andere Ursache. Dann kommt die Spannung einfach nicht in der Elektrik an. Das liegt dann meist an den Leitungen zur Batterie: Am Minuspol ist es das Masseband, das von der Batterie zur Karosserie läuft, am Pluspol zwei rote Kabel, die von der Batterie zur Zentralelektrik laufen.
Im einfachsten Fall sind die Polklemmen korrodiert, bedeutet abnehmen, mit Schmirgelpapier die Innenseite der Polklemme und den Pol selbst reinigen und danach mit Polfett oder Vaseline einstreichen gegen erneute Korrosion.
Wenns das nicht ist, dann das Masseband selbst mal ansehen und mit einem Starthilfekabel den Minuspol der Batterie zusätzlich an die Karosserie klemmen. Wenn das hilft, ist entweder das Masseband selbst oder die Verschraubung an der Karosserie defekt und zu erneuern.
Wenns das auch nicht ist, mit einem Voltmeter zwischen dem Pluspol der Batterie und einem Kontakt am Sockel des abgezogenen Vorglührelais messen. Der Kontakt ist einer der beiden besonders großen, an dem am Relais die Nummer "30" steht.
Wenn beim Einschalten der Zündung einige Volt Spannung zu messen sind, dann leitet das Pluskabel nicht mehr. Zunächst, wie beim Minuspol, die Klemme an der Batterie reinigen, kontrollieren, ob die beiden roten Kabel gut und fest montiert sind. Die gleiche Kontrolle hinten an der Zentralelektrik machen. Bei den Arbeiten am Pluspol und an der Zentralelektrik immer zuerst den Minuspol abklemmen, damit man keinen Kurzschluss baut. Damit man die Zentralelektrik von hinten sehen kann, muss man sie vorsichtig aus der Blechklammer heben, nachdem man die Sicherungsschraube auf der Unterseite entfernt hat. Aufpassen, dass dabei keine Stecker abgehen! Hinten gibt es ein Steckfeld "H", wo die beiden roten Kabel von der Batterie in einem gemeinsamen Stecker ankommen. Dieser hat oft keinen Kontakt mehr oder ist gar verschmort, dann sollte man das Pluskabel ersetzen oder zumindest neue Stecker dranmachen (am besten zwei statt dem einen, und diese beiden im "H"-Feld einstecken, dort ist alles Plus, daher Position egal).

Aber erst mal die Batterie mit einem Messgerät checken! Die ist die Hauptverdächtige!

Gruß,
Tiemo
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Re: Startschwierigkeiten

Beitragvon Scouter » Dienstag 26. November 2019, 16:42

Also
1. Das Vorglührelais war es nicht.
2. Es war die Starterbatterie (gekauft 31. KW 2017 und schon kaputt).
Ich kann mich noch an Zeiten mit dem T1 erinnern mit 10 Jahre alten Batterien, die immer noch funktionierten.
Danke tiemo für die treffsichere Diagnose.
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